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Bridgewater Ray Dalios Vorzeigefonds „Pure Alpha“ unter Druck: Deutliche Verluste im ersten Halbjahr

Der Fonds Pure Alpha hat im ersten Halbjahr 2019 eine der schlechtesten Leistungen seit 20 Jahren hingelegt: Er machte fast fünf Prozent Minus – trotz eines gutes Marktumfelds.
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Der Bridgewater-Gründer ist einer der bestbezahlten Hedgefonds-Manager der Welt. Quelle: Reuters
Ray Dalio

Der Bridgewater-Gründer ist einer der bestbezahlten Hedgefonds-Manager der Welt.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Ray Dalio, Gründer der mit einem Volumen von 160 Milliarden US-Dollar weltgrößten Hedgefondsgesellschaft Bridgewater, hat mit seinem Vorzeigefonds Pure Alpha im ersten Halbjahr trotz eines guten Marktumfelds deutliche Verluste erlitten. Dabei handelt es sich der „Financial Times“ zufolge um eine der schlechtesten Performances des Fonds in den vergangenen 20 Jahren: Pure Alpha hat demnach im ersten Halbjahr 4,9 Prozent verloren. Das Vorjahr hatte er mit 14,6 Prozent Rendite ohne Gebühren abgeschlossen.

Für den starken Verlust des Pure-Alpha-Fonds, der makroökonomische Trends abbilden soll, ist der FT zufolge ein strategischer Fehler verantwortlich: Gerade im Januar performte der Fonds besonders schlecht. Das deute daraufhin, dass der Fonds weitere Marktturbulenzen erwartete, dann aber Verluste machte, weil diese ausblieben.

Der Verlust des Pure-Alpha-Fonds widerspricht der derzeitigen Marktentwicklung. Der FTSE All-World Index ist bis Ende Juni um 15 Prozent gestiegen, der breiteste globale Rentenmarktindex legte um sechs Prozent zu. Im Durschnitt gewannen „Makro-Fonds“ wie der Pure Alpha laut dem Datenanbieter Hedge Fund Reseach (HFR) im ersten Halbjahr 5,2 Prozent.

Die Anlaufschwierigkeiten beim Pure-Alpha-Fonds sind allerdings nicht neu: Der Fonds hatte einer Datenanalyse der FT zufolge auch 2009 und 2016 einen schlechten Start ins Jahr, erholte sich aber jeweils in der zweiten Jahreshälfte wieder.

Ray Dalios Firma ist nach eigenen Angaben weltweit in etwa 150 Märkten aktiv und hatte im vergangenen Jahr stark gegen deutsche und italienische Aktien gewettet. Ende März setzte Bridgewater 8,2 Milliarden Euro auf fallende Kurse bei 14 Dax-Titeln, darunter SAP, Siemens, Allianz und Deutsche Bank.

Danach fuhr er die Wetten zurück, wie aus dem Bundesanzeiger hervorgeht. Im Frühjahr wettete Bridgewater gegen italienische Banken.

Mehr: Ray Dalio sieht eine Zusammenarbeit von Notenbank und Regierung als unausweichlich an – und stützt damit manche linke US-Politiker.

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