Chinas Kapitalmärkte Peking will Yuan-Spekulationen begrenzen

Spekulationen nicht erwünscht: Auch bei einer Öffnung seiner Kapitalmärkte will China den Handel mit dem Yuan genau im Auge behalten. Kapitalbewegungen sollen überwacht, Währungsspekulanten bestraft werden.
China will auch bei Öffnung seiner Kapitalmärkte Währungsspekulanten im Auge behalten. Quelle: Reuters
Yuan-Handel

China will auch bei Öffnung seiner Kapitalmärkte Währungsspekulanten im Auge behalten.

(Foto: Reuters)

PekingTrotz der geplanten Öffnung des Kapitalmarkts will China künftig stärker gegen Währungsspekulationen vorgehen. Die Behörden prüften zurzeit die Einführung einer Steuer, die auf kurzfristige Gewinne setzende Währungsspekulanten bestrafe, schrieb der Vizegouverneur der chinesischen Zentralbank, Yi Gang, in einem Beitrag für das Magazin der Notenbank.

Zugleich sollen grenzüberschreitende Kapitalbewegungen besser überwacht und ein Früh-Warn-System eingeführt werden. „Langfristig sollten die Behörden für das Devisenmanagement der Vermeidung von Risiken immer die oberste Priorität geben“, schrieb Yi. Zugleich wolle die Regierung in Peking aber die Kapitalmärkte weiter öffnen und die Konvertibilität der Landeswährung Yuan vorantreiben.

Nach der überraschenden Abwertung des Yuan Mitte August sind die Behörden bereits eingeschritten, um Kapitalabflüsse und Währungsspekulationen einzuschränken. So beauftragte die People's Bank of China Banken, Reserven für den Kauf von Devisenderivaten zu bilden. Parallel dazu stemmte sich die Regierung mit aller Kraft gegen den Kurssturz am chinesischen Aktienmarkt.

Damit zahlt die Welt
Platz 10: Singapur Dollar
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Das asiatische Land gilt als einer der begehrtesten Finanzstandorte der Welt. Wenig Regulierung, viele Banken und die geografische Nähe zu China locken zahlreiche Investoren. Im Dezember 2014 wurden laut „Swift Watch“ 0,9 Prozent des globalen Zahlungsverkehrs in Singapur Dollar abgewickelt.

Platz 9: Hongkong Dollar
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Auf Hongkong treffen fast die gleichen Eigenschaften wie auf Singapur zu. Dementsprechend oft wurde mit der asiatischen Währung bezahlt. In Hongkong-Dollar wurden 1,3 Prozent des weltweiten Zahlungsverkehrs abgewickelt. Im Vorjahreszeitraum waren es etwa ein Prozent.

Platz 8: Schweizer Franken
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Die Schweizer Währung hat nach der Loslösung vom Euro-Kurs an Attraktivität verloren. Der Schweizer Franken wertete im Anschluss dramatisch auf. Im Dezember landete die Währung hinsichtlich des Zahlungsverkehrs mit 1,4 Prozent auf dem achten Platz. Ein Jahr zuvor wurden noch 1,8 Prozent der weltweiten Bezahlungen in Schweizer Franken abgewickelt, womit die Währung auf den sechsten Platz landete.

Platz 7: Australischer Dollar
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Australien hat eine funktionierende Wirtschaft. Zu verdanken hat das Land das vor allem dem nachhaltig starken Wachstum vieler asiatischer Länder. China gehört zu den Hauptgeschäftspartnern von Australien. Solange die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wächst, wächst auch Australiens Wirtschaft. Kein Wunder also, dass 1,8 Prozent der Bezahlungen auf diesem Planeten in Australischen Dollar getätigt werden.

Platz 6: Kanadischer Dollar
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Kanada zählt zu den größten Volkswirtschaften der Welt. Der Nachbarstaat der USA mischt daher auch im Bereich des Zahlungsverkehrs bei den Größten mit. 1,9 Prozent aller Zahlungen auf dieser Welt wurden mit Kanadischen Dollar realisiert.

Platz 5: Yuan
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Den größten Sprung im Dezember 2014 machte der chinesische Yuan. Von Platz 13 im Januar 2013 nahmen die Zahlungen so stark zu, dass der Yuan im Dezember 2014 auf den fünften Platz vorrückte. 2,2 Prozent der weltweiten Zahlungen wurden in Yuan abgewickelt.

Platz 4: Yen
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Noch gehört Japan zu den stärksten Volkswirtschaften der Welt. Doch die jahrzehntelange Deflation macht dem Land zu schaffen. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe versucht mit einer aggressiv expansiven Geldpolitik dies zu ändern. Allerdings sind die Erfolge allenfalls kurzfristiger Natur. Der japanische Yen war nichtsdestotrotz eines der beliebtesten Zahlungsmittel im Dezember 2014. 2,7 Prozent der Zahlungen wurden mit Yen-Banknoten getätigt.

Die Zentralbank der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft nach den USA hatte im August die Kriterien für den Wechselkurs geändert und damit eine Talfahrt des Yuan eingeleitet. Dies hatte die Börsen rund um den Globus in Aufruhr versetzt und die Sorgen über einen Währungskrieg geschürt. Durch den Kursverfall des Yuan werden Exporte nach China teurer, chinesische Waren auf dem Weltmarkt aber billiger. So könnte der Exportweltmeister im Kampf um Marktanteile punkten und seiner lahmenden Konjunktur neuen Schwung geben. Die frühere Konjunkturlokomotive China kämpft mit deutlich abgeschwächten Wachstumsraten.

  • rtr
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