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Coronahilfe Neue geldpolitische Krisenhilfen der EZB erwartet

Die europäische Zentralbank dürfte weitere Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft beschließen. Ein anderes Thema könnte der starke Euro werden.
10.12.2020 - 00:23 Uhr Kommentieren
Experten erwarten, dass die Währungshüter um EZB-Chefin Christine Lagarde heute (Donnerstag) ein neues umfangreiches Krisenpaket beschließen werden. Quelle: via REUTERS
EZB-Chefin Christine Lagarde

Experten erwarten, dass die Währungshüter um EZB-Chefin Christine Lagarde heute (Donnerstag) ein neues umfangreiches Krisenpaket beschließen werden.

(Foto: via REUTERS)

Frankfurt Die um sich greifende zweite Welle in der Corona-Pandemie zwingt die Europäische Zentralbank Volkswirten zufolge zum Handeln. Experten erwarten, dass die Währungshüter um EZB-Chefin Christine Lagarde heute (Donnerstag) ein neues umfangreiches Krisenpaket beschließen werden. Trübe Konjunkturaussichten für das vierte Quartal, eine seit Monaten negative Inflationsrate und ein erstarkter Euro setzen die Währungshüter mitten in der Virus-Krise mächtig unter Druck. Die Euro-Wächter wollen aus Sicht von Experten den Kreditfluss an die Wirtschaft aufrecht halten und dafür sorgen, dass die Staatsanleihen-Renditen der Euro-Länder nicht aus dem Ruder laufen.

Lagarde hatte bereits skizziert, dass vor allem die billionenschweren Anleihekäufe der Währungshüter und die großen Geldspritzen für Banken - in der Fachwelt „TLTROs“ genannt - infrage kommen. Viele Experten gehen davon aus, dass das inzwischen auf 1,35 Billionen Euro angelegte Krisen-Anleihekaufprogramm PEPP erneut um mehrere 100 Milliarden Euro aufgestockt und mindestens bis zum Jahresende 2021 verlängert wird. Darüber hinaus wird mit günstigeren Konditionen bei den großen Geldsalven für Banken gerechnet. Manche Experten erwarten eine neue Serie solcher Liquiditätsspritzen.

Sorgen bereiten dürften den Euro-Wächtern auf ihrer Sitzung zudem, dass die Gemeinschaftswährung kräftig angestiegen ist. Dadurch werden Einfuhren günstiger - ein Effekt, der der EZB angesichts einer Inflationsrate von minus 0,3 Prozent im November sehr ungelegen kommen dürfte. Denn mittelfristig strebt sie eine Teuerung von knapp unter zwei Prozent an. Dieses Ziel verfehlt sie aber bereits seit Jahren.

Mehr: Der starke Euro zwingt die EZB zum Handeln – nun droht ein versteckter Währungskrieg

  • rtr
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