Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Coronahilfen EZB im Kaufrausch – Lagarde erhöht Anleihekäufe um 500 Milliarden Euro

Die Notenbank stockt ihr Notfallprogramm um ein Drittel auf – und verlängert die Anleihekäufe bis Ende März 2022. Die Märkte reagieren verhalten und der Euro steigt.
10.12.2020 - 18:32 Uhr 10 Kommentare
Die EZB-Präsidentin während ihrer Pressekonferenz. Quelle: Bloomberg
Christine Lagarde

Die EZB-Präsidentin während ihrer Pressekonferenz.

(Foto: Bloomberg)

Frankfurt Christine Lagarde, die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), hat einen noch expansiveren geldpolitischen Kurs angekündigt. Das unter dem Kürzel PEPP bekannte Anleihekaufprogramm in der Corona-Pandemie wird um eine halbe Billion auf 1,85 Billionen Euro erhöht.

Außerdem kündigte sie an, dass die Nettozukäufe bis März 2022 laufen sollen, zuvor galt Mitte 2021 als vorläufiges Ende. Zugleich verlängerte die EZB die Frist, in der das Programm durch Ersatzkäufe ein stabiles Volumen behalten soll, um ein Jahr bis mindestens Ende 2023.

Lagarde betonte am Donnerstag aber auch: „Wir stehen bereit, alle unsere Instrumente immer wieder anzupassen.“ Nach ihrer Darstellung kann es daher passieren, dass je nach Bedarf PEPP nicht voll genutzt oder noch weiter aufgestockt wird. Sie stellte mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung fest: „Die Industrie erholt sich, aber der Dienstleistungssektor steht weiter unter Druck der Pandemie und der daraus folgenden Maßnahmen.“

Die EZB hat mit ihrem Beschluss vom Volumen her weitgehend die Erwartungen von Experten erfüllt. Die Finanzmärkte hatten noch höhere Anleihekäufe erwartet. In der Folge verloren Aktien und Anleihen, der Euro legte zu.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Zugleich hat die Notenbank ihre längerfristigen Kredite an Banken zeitlich ausgedehnt, ohne die Zinskonditionen zu verändern. Lagarde betonte, der günstige Zins von minus einem Prozent setze voraus, dass die Banken jeweils mindestens so viel an Krediten wie bisher der Realwirtschaft zur Verfügung stellen.

    Grafik

    EZB-Präsidentin Christine Lagarde sagte nach der geldpolitischen Sitzung am Donnerstag: „Die Inflation ist enttäuschend niedrig.“ Sie machte dafür neben der zeitweiligen Mehrwertsteuersenkung in Deutschland und dem Verfall der Energiepreise auch die „schwache Nachfrage, die niedrigen Löhne und den Wechselkurs“ verantwortlich.

    Zugleich gab sie der Hoffnung Ausdruck, dass einige dieser Faktoren im kommenden Jahr günstiger sind, sodass zusammen mit dem Basiseffekt aus den niedrigen Vorjahreswerten dann wieder eine deutlich höhere Preissteigerung möglich ist. Die EZB strebt offiziell eine Rate von zwei Prozent an, in diesem Jahr liegt sie nahe null.

    Quelle: dpa
    EZB-Zentrale in Frankfurt

    Der Wechselkurs war in den vergangenen Wochen ein heiß diskutiertes Thema. Einige Experten wie etwa Robin Brooks, der Chefökonom der Großbanken-Organisation IIF in Washington, vertraten die Meinung, die US-Notenbank (Fed) sorge mit ihrer lockeren Geldpolitik für einen niedrigen Dollarkurs und nötige dadurch die EZB zum Nachziehen.

    Tatsächlich hat der Euro gegenüber dem Dollar spürbar aufgewertet. Gemessen daran sprach Lagarde das Thema sehr knapp an: Man beobachte den Kurs sehr genau, weil er über die Importpreise auf die Preise durchschlage, aber er sei keine Zielgröße für die Geldpolitik.

    Für die zeitliche Bemessung der geldpolitischen Maßnahmen seien die Prognosen der medizinischen Experten ausschlaggebend, erläuterte die EZB-Präsidentin. Danach sei erst in rund einem Jahr mit einer ausreichenden Immunität in der Bevölkerung gegen das Coronavirus zu rechnen – und damit erst ab 2022 mit einer durchgreifenden Normalisierung des öffentlichen Lebens.

    Unterstützung für die Banken

    Die EZB hat neben der Aufstockung des Notfallprogramms PEPP auf 1,85 Billionen Euro und seiner zeitlichen Ausdehnung bis Ende März 2022 auch die unter TLTRO bekannten Kredite an Banken verlängert. Die bisherigen Konditionen, die im besten Fall einen Zinssatz von minus 1,0 Prozent bedeuten, sind nun zwölf Monate länger bis Mitte 2022 gültig. Dabei soll es in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres drei zusätzliche Tranchen zu den bisher angekündigten geben.

    Unter diesem TLTRO III wird auch eine Kennzahl leicht angehoben, nach der sich die maximale Inanspruchnahme je Bank bemisst: Künftig sind es 55 statt bisher 50 Prozent des Volumens der auswahlfähigen Kredite. Die EZB dehnt auch die Frist, bis zu der sie ihre Anforderungen an Sicherheiten etwas herabsetzt, bis Mitte 2022 aus.

    Des Weiteren soll es im kommenden Jahr im Rahmen eines als PELTRO bekannten Programms vier weitere Refinanzierungsmaßnahmen geben. Insgesamt werden Banken also von der EZB mit viel Geld versorgt. Lagarde betonte mehrfach, die EZB wolle „vorteilhafte Finanzierungskonditionen“ für die gesamte Wirtschaft im Euro-Raum sicherstellen.

    Grafik

    Die monatlichen Anleihekäufe im Volumen von 20 Milliarden Euro laufen weiter, und die kurzfristigen Zinsen bleiben unverändert. Damit liegt der offizielle Leitzins weiter bei null Prozent und der de facto entscheidende Satz für Einlagen der Geschäftsbanken bei der EZB bei minus einem halben Prozent. Für Sparer bedeutet dies, dass keine Hoffnung auf höhere Zinsen besteht – was allerdings auch von Experten nicht erwartet worden war.

    Gilles Moec, Chefökonom der Axa-Gruppe, twitterte als erste Reaktion auf die Beschlüsse: „Das scheint ein Kompromiss mit einer Neigung zu den Tauben zu sein.“

    Als Tauben gelten die Vertreter einer weichen Geldpolitik. Der Frankfurter Finanzprofessor Jan Krahnen kommentierte: „Die EZB trifft Vorsichtsmaßnahmen und bleibt flexibel.“

    Zweifel an der Wirkung

    Frederik Ducrozet von der Schweizer Bank Pictet ist angesichts der Inflationserwartungen der Meinung, das Paket der Notenbank sei nicht stark genug. Der bekannte US-Ökonom Mohamed El-Erian, der auch als Chefberater der Allianz fungiert, findet die Beschlüsse zugleich verständlich und überraschend: „Verständlich wegen des wirtschaftlichen Einbruchs und überraschend, weil sie nicht viel bewirken werden.“ Marc Chandler von der US-Bank BBH twitterte: „Natürlich geht der Euro aufwärts.“

    Zinsstratege Christoph Kutt von der DZ Bank ist der Meinung: „Mit der breiten Anpassung kauft die EZB Zeit und signalisiert langfristige Sicherheit und stabile Finanzierungsbedingungen. Die Zinsen und Renditen bleiben niedrig. Genau das, was vor allem die hochverschuldeten Staaten in Südeuropa brauchen.“

    Jörg Krämer, Chefökonom der Commerzbank, wird noch deutlicher. Er sieht einen „Blankoscheck für die Finanzminister“ und fügt hinzu: „Mit ihrem heute um 500 Milliarden Euro aufgestockten Anleihekaufprogramm dürfte die EZB auch im kommenden Jahr faktisch die gesamten Haushaltsdefizite der Euro-Länder finanzieren. Die Finanzmärkte bleiben sediert, zumal die EZB ihre Geldpolitik Mitte 2022 erneut lockern dürfte.“

    Grafik

    Ducrozet sieht in dem Notfallprogramm PEPP ebenfalls ein „verkapptes Instrument, um die Risikoaufschläge bei Staatsanleihen hochverschuldeter Länder in Grenzen zu halten“. Er hält eine weitere Aufstockung im kommenden Jahr für möglich, fände es aber besser, die regelmäßigen Käufe im Rahmen des APP-Programms zu erhöhen, das weniger als Nothilfe und mehr als reguläres geldpolitisches Instrument aufgesetzt ist.

    Ökonomen rechnen mit schrumpfender Wirtschaft

    Die Ökonomen der EZB rechnen für das laufende Jahr mit einem Schrumpfen der Wirtschaft im Euro-Raum um 7,3 Prozent. 2021 sollte es dann ein Wachstum um 3,9 Prozent geben, 2022 eines um 4,2 Prozent und 2023 dann 2,1 Prozent.“

    Wie Lagarde erläuterte, liegen die Prognosen damit kurzfristig etwas niedriger als noch im September, sind aber mittelfristig wenig verändert. Lagarde sagte: „Wir alle haben mit einer zweiten Welle gerechnet, aber nicht in diesem Ausmaß.“ Sie betonte auch, es gebe weiterhin deutliche Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung.

    Gesenkt haben die Experten ihre Erwartungen für die Inflation. Sie gehen für das laufende Jahr von 0,2 Prozent aus, für das kommende Jahr von 1,0 Prozent, für 2022 von 1,1 Prozent und für 2023 von 1,4 Prozent. Robin Brooks vom IIF verweist darauf, dass die Ökonomen ihre Prognose für die sogenannte Kerninflation, bei der die stärker schwankenden Preise für Energie und Lebensmittel ausgeklammert werden, für das Jahr 2023 sogar angehoben haben: von 0,9 Prozent in der Juni-Vorhersage über 1,1 Prozent im September bis auf 1,2 Prozent jetzt im Dezember.

    Grafik

    Weil diese Kerninflation zuletzt auf 0,2 Prozent gesunken ist, sieht er mit deutlich kritischem Unterton eine „wachsende Entkoppelung“ zwischen den aktuellen Zahlen und den Prognosen der Notenbanker.

    Kritik von zwei Seiten

    Fasst man die ersten Reaktionen der Experten und der Märkte zusammen, so zeigen sich zwei Fronten. Auf der einen Seite gibt es Skepsis, dass die Notenbank die Krise entschlossen genug bekämpft, und vor allem auch, dass sie es tatsächlich schafft, die Inflation in die Nähe ihres Ziels von zwei Prozent anzuheben. Ducrozet sieht eine „wenig überzeugende Lieferung“. Auf der anderen Seite betrifft die Kritik vor allem die Tatsache, dass die Notenbank weiterhin großzügig die Regierungen unterstützt.

    Lagarde hat auch am Donnerstag die flexiblen Anleihekäufe, die letztlich eine gezielte Dämpfung der Renditen von Staatsanleihen ermöglichen, damit gerechtfertigt, dass die Notenbank auf diese Art eine gleichmäßige Wirkung ihrer Geldpolitik sicherstellen müsse. Häufig lautet das Argument auch, es gelte, die „Fragmentierung“ der Euro-Zone zu verhindern.

    Kritiker dieser Geldpolitik sehen darin aber eine versteckte Staatsfinanzierung, die nach den europäischen Verträgen verboten ist. Wenig hilfreich war in dem Zusammenhang, dass aus italienischen Regierungskreisen kürzlich der Vorschlag kam, die EZB könne doch aufgekaufte Staatsschulden später einfach streichen. Davon haben sich italienische Politiker mittlerweile deutlich distanziert. Lagarde selbst hatte zuvor darauf hingewiesen, dies sei rechtlich gar nicht möglich.

    Auf der anderen Seite hat sich gezeigt, dass seit der großen Finanzkrise vor gut zehn Jahren allein die US-Notenbank wenigstens für eine kurze Übergangsfrist versucht hat, aufgekaufte Staatsanleihen wieder abzugeben. Ansonsten haben die Notenbanken diese Papiere stets behalten. Weil deren Erträge, soweit sie überhaupt noch positive Renditen abwerfen, über die Notenbankgewinne an die Regierungen fließen, ist dieser Zustand von den Zahlungsströmen her nicht zu unterscheiden von einer Streichung der Schulden.

    Streit über Staatsfinanzierung

    Auf besondere Kritik stößt die verdeckte Staatsfinanzierung in Deutschland. Der Europäische Gerichtshof hat Klagen in der Sache abgewiesen. Das Bundesverfassungsgericht hat sich im Frühjahr in einem aufsehenerregenden Urteil mit dem Thema auseinandergesetzt und dabei auch das europäische Gericht deutlich kritisiert. Nachdem der Streit für einige Wochen einige politische Brisanz‧ erreicht hatte, weil die deutschen Richter die Teilnahme der Bundesbank an EZB-Käufen zu stoppen drohten, gelang es dann in einer diplomatischen‧ Aktion, das Thema zu entschärfen. Aber die Kritik dürfte immer wieder aufflammen.

    Mehr: Lesen Sie hier, wie die Märkte auf die Entscheidung der EZB reagieren.

    Startseite
    Mehr zu: Coronahilfen - EZB im Kaufrausch – Lagarde erhöht Anleihekäufe um 500 Milliarden Euro
    10 Kommentare zu "Coronahilfen: EZB im Kaufrausch – Lagarde erhöht Anleihekäufe um 500 Milliarden Euro"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Kann sich Europa mehr Schulden leisten?

      Wir dürfen uns da keinen Illusionen hingeben, selbst was das vergleichsweise solide Deutschland angeht. Die Zentralbank gibt unserem Haushalt zwar Raum, aus den Schulden „herauszuwachsen“, aber sie könnte die Geldschleusen lange offen lassen - mit steigendem Inflationsrisiko.

      Wie hoch dieses Risiko inzwischen ist, zeigen auch politische Signale, die scheinbar einfache Lösungen beinhalten.
      Etwa von David Sassoli, dem Präsidenten des EU-Parlaments: "L´Europa deve cancellare i debiti per il Covid." (La Repubblica, 14. November 2020).
      Ähnlich äußert sich übrigens Riccardo Fraccaro, Sekretär des Ministerrats im Kabinett Conte II, in Euronews am 26. November 2020.

      Wer eine Annullierung der Covid-Schulden fordert, weist einen gefährlichen Weg.

      Europa scheint im Vergleich zu China und den USA ökonomisch schlechter durch die Pandemie zu kommen. Auch deshalb müssen wir die Weichen für eine neue wirtschaftliche Dynamik stellen!

    • Wir sind (fast) alle altmodisch wenn wir denken, dass heutzutage Darlehen wieder zwangläufig zu tilgen sind.
      Nach der modernen Geldtheorie "Modern Monetary Theory(MMT) bleiben diese Darlehen einfach ewig in den Büchern und laufen - fast kostenlos - einfach unendlich.
      Fast schon so macht es die japanische Zentralbank seit Jahrzehnten, weshalb es keine Probleme mit einer Verschuldungsrate von 238 % des BSP gibt.

      Frau Lagarde ist rechtskräftig wegen Untreue zu Lasten des französischen Staates verurteilt worden und hat offensichtlich nur geringe Ahnung von Materie wenn sie sich enttäuscht zeigt, dass keine Inflation von bis zu 2 % - deren Verhinderung ist ja die eigentliche Aufgabe der EZB - entsteht, ja überhaupt entstehen kann.

      So verkommt die EZB - entgegen dem Plan der Väter dieser Idee - zur Geldverteilungsmaschinerie mit Erpressungspotential - wie gerade durch Polen und Ungarn.

      Das Verbrechen von Frau Merkel und Co am deutschen Volk ist, dass sie dieses Umgehen der EU-Grundsatzverträge systematisch zulässt und sogar unterstützt.

      Als ehemaliger Fan von lihr überlege ich, welchen Absatz ihres Amtseides sie nicht verstanden hat.

    • @ Josef Berchtold

      Die EZB ist nun auf dem - exponenziellen(!) - Weg des Untergangs, und Schuld daran sind mit Hybris behaftete Gottspieler wie Sie, die nicht erkennen können und wollen, dass jede Form des Sozialismus früher oder später scheitern muss - und eben auch ein GELDSOZIALISMUS:
      "Viel schlimmer noch: Wie kamen die Menschen jener Zeit auf die perverse, ja selbstzerstörerische Idee, ihre vermeintliche Marktwirtschaft auf zwei sozialistischen Fundamenten zu errichten: Auf einem STAATSMONOPOLISTISCHEN ZWANGSGELD UND EINEM ZENTRALPLANWIRTSCHAFTLICHEN SYSTEM DES ZINSDIKTATS? Sie hätten doch wissen müssen, dass jede auf sozialistischen Grundpfeilern errichtete Wirtschaft und Gesellschaft früher oder später zusammenbrechen muss. (...)
      Wie konnten sie (...) sogar dem Aberglauben verfallen, dass man mit beliebig gedrucktem und per Federstrich erzeugten Papiergeld den Reichtum der Nation erhöhen und das Wirtschaftswachstum beschleunigen könne, dass man sich "reich konsumieren" und "reich verschulden" könne? Wieso haben sogar die meisten Ökonomen jener Zeit diesem Wahn gefrönt und die Menschen nicht aufgeklärt, sondern sie - erneut - in ihr Verderben rennen lassen? (aus dem Vorwort zu Roland Baader: Geldsozialismus, Gräfelfing 2010, S. 5f.)

    • Der Systemoperator nehme bitte die Kopie heraus. Es kam durch einen Systemfehler beim HB.

    • Jetzt ist Krise und erfordert smarte Maßnahmen. Jetzt zeigt sich wieder die Überlegenheit des modernen Geldsystems, das durch die Zentralbanken gesteuert werden kann. Ein besseres System ist kaum vorstellbar. Die anderen Systeme, wovon einige nur in der Phantasie von Crash-Propheten und Gold-Junkies existieren, würden wahrscheinlich enorme Verwerfungen hervorrufen und schon in Kürze Not und Elend entstehen lassen. Regierungen müssen stets das Heft in der Hand behalten können, mittels Zentralbank und klug gesteuerter Geldschöpfung. Zusammen mit Geldschöpfung und der Lenkung des Geldes in gewünschte Märkte, was bisher die EZB gezwungen war zu unterlassen, ist das smarte Plus des Kredit-Geld-Systems. Das gegenwärtig Geldsystem ist sozusagen sexy, die negativen Aspekte sind gering und beherrschbar. Im Zweifelsfalle streicht man nach der Krise eine Null auf den Geldscheinen und bucht bei der Staatsbank die Schulden, die ohnehin nur Schöpfgeld sind, einfach aus. So vermeidet man Millionen von armen Menschen.

    • Jetzt ist Krise und erfordert smarte Maßnahmen. Jetzt zeigt sich wieder die Überlegenheit des modernen Geldsystems, das durch die Zentralbanken gesteuert werden kann. Ein besseres System ist kaum vorstellbar. Die anderen Systeme, wovon einige nur in der Phantasie von Crash-Propheten und Gold-Junkies existieren, würden wahrscheinlich enorme Verwerfungen hervorrufen und schon in Kürze Not und Elend entstehen lassen. Regierungen müssen stets das Heft in der Hand behalten können, mittels Zentralbank und klug gesteuerter Geldschöpfung. Zusammen mit Geldschöpfung und der Lenkung des Geldes in gewünschte Märkte, was bisher die EZB gezwungen war zu unterlassen, ist das smarte Plus des Kredit-Geld-Systems. Das gegenwärtig Geldsystem ist sozusagen sexy, die negativen Aspekte sind gering und beherrschbar. Im Zweifelsfalle streicht man nach der Krise eine Null auf den Geldscheinen und bucht bei der Staatsbank die Schulden, die ohnehin nur Schöpfgeld sind, einfach aus. So vermeidet man Millionen von armen Menschen.

    • Angeblich brauchen wir eine einheitliche europäische Währung, um eine einheitliche Geldpolitik zu betreiben. Tatsache ist, dass die EZB Anleihen selektiv kauft und damit eine selektive Geldpolitik betreibt. Das können aber die nationalen Notenbanken besser.

      Der einzige Auftrag den ich dann noch erkennen kann, ist eine grundgesetzlich nicht gedeckte Umverteilung von Ressourcen an den demokratische legitimierten Institutionen vorbei. Was das über die dafür Verantwortlichen sagt, die das durlden oder umsetzen überlasse, ich den dafür zuständigen Organen.

    • Übrigens, Die Target 2 Salden bei der Bundesbank haben die Billion auch schon geknackt???!!!!

    • Ich glaube nicht das die Europäischen Staaten diese Anleihen zurückkaufen werden. Den Euro kann man als Toilettenpapier nutzen!

    • Hilfe! Was würde passieren, wenn Staaten und Staatengemeinschaften keine scheinbar unendlichen Beträge in die Finanz- und Wirtschaftssysteme pumpt!?!
      Ein zunehmend besorgter und nachdenklicher Bürger ...

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%