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Darlehen EZB-Bankenaufseher Enria warnt vor Zunahme von faulen Krediten

Bei den Banken steigt die Anzahl von Kreditausfällen. EZB-Bankenaufseher Andrea Enria mahnt die Geldhäuser dazu, ihre Vergabestandards zu überdenken.
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Die faulen Darlehen in den Bankbilanzen summierten sich inzwischen auf 580 Milliarden Euro, so Enria. Quelle: Reuters
Andrea Enria

Die faulen Darlehen in den Bankbilanzen summierten sich inzwischen auf 580 Milliarden Euro, so Enria.

(Foto: Reuters)

Frankfurt EZB-Bankenaufseher Andrea Enria hat vor einer Zunahme der ausfallgefährdeten Darlehen bei Banken in der Euro-Zone gewarnt. Trotz des jahrelangen Wirtschaftswachstums sei bei manchen Banken eine steigende Anzahl von Kreditausfällen zu beobachten, sagte Enria am Freitag bei einer Veranstaltung in Frankfurt: „Wir halten das für besorgniserregend, und die Banken sind aufgefordert, dies einzudämmen und ihre Kreditvergabestandards zu überdenken.“

Die faulen Darlehen in den Bankbilanzen summierten sich inzwischen auf 580 Milliarden Euro. Das ist rund die Hälfte des Volumens aus dem Jahr 2014. Die Banken hätten hier Fortschritte gemacht, das Problem der ausfallgefährdeten Kredite löse sich aber nicht von selbst.

Positiv sei, dass der Markt für den Verkauf notleidender Kredite im Euro-Raum zuletzt in Schwung gekommen sei, betonte Enria. Zwischen 2016 und 2018 habe es mehr Transaktionen gegeben, die Zahl der Käufer und Verkäufer habe zugenommen.

Allein im vergangenen Jahr seien strukturierte Finanzprodukte, die auf ausfallgefährdeten Krediten basierten, im Volumen von 150 Milliarden Euro verkauft worden. "Liquidere Märkte sorgen zwar dafür, dass sich das Problem verringert, sie lösen es aber nicht", sagte Enria.

Mehr: Europa muss einen klugen Mittelweg zwischen der modernen Geldtheorie und der Austeritätspolitik finden, schreibt Ökonom Marcel Fratzscher in einem Gastbeitrag.

  • rtr
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