Deflation Draghi bereit zu handeln

Mario Draghi will ein Abgleiten der Euro-Zone in die Deflation unbedingt verhindern. Auf der EZB-Konferenz in Portugal macht er klar: Bei Bedarf ist die EZB zu weiteren Aktionen bereit.
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Mario Draghi: Es wird erwartet, dass der Präsident der Europäischen Zentralbank die Zinsen im Juni erneut senkt und erstmals auch Strafzinsen für Banken erhebt. Quelle: ap

Mario Draghi: Es wird erwartet, dass der Präsident der Europäischen Zentralbank die Zinsen im Juni erneut senkt und erstmals auch Strafzinsen für Banken erhebt.

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SintraDie Europäische Zentralbank (EZB) sorgt sich um die Stärke des Euro und will bei Bedarf handeln, um ein Abgleiten der Euro-Zone in eine ruinöse Deflationsspirale zu verhindern. Zwar erwarte die Notenbank aktuell, dass die Inflationsrate auf mittlere Sicht wieder in Richtung der von ihr angestrebten zwei Prozent anzieht, sagte EZB-Präsident Mario Draghi am Montag auf einer Konferenz der EZB in Sintra nahe der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. „Es ist aber unsere Verantwortung, die Risiken für dieses Szenario zu sehen und uns darauf vorzubereiten falls nötig zu handeln.“

Gegenwärtig liege das volle Augenmerk der Notenbanker darauf, ob es zu einer Abwärtsspirale fallender Preise, nachgebender Inflationserwartungen und einer weiter sinkenden Kreditdynamik in den von der Krise besonders hart getroffenen Ländern kommt. Die EZB entscheidet das nächste Mal am 5. Juni über ihren weiteren geldpolitischen Kurs. An den Finanzmärkten wird weithin erwartet, dass Draghi abermals die Zinsen senkt und erstmals auch Strafzinsen für Banken erhebt. Der EZB-Chef hatte Anfang Mai die Tür für weitere Maßnahmen der Notenbank sperrangelweit geöffnet.


  • rtr
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13 Kommentare zu "Deflation: Draghi bereit zu handeln"

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  • Warum verschweigen uns hier die Medien den wahren Zustand in Europa ?
    Habe die Ehre, Österreich`s EU Abgeordnete sind da offensichtlich näher am Volke.
    Hier ein interessantes Beispiel für die Macht der Medien.
    http://www.youtube.com/watch?v=HjT0yx3hAsM

  • Im EZB-Rat können die Vertreter der Krisenländer die der Geberländer einfach überstimmen. Das macht Draghi sicher kein Problem.

  • Wo Sie gerade von "qualifizierten Aussagen" reden: Keiner von uns braucht ein Konto bei der EZB, um von deren Entscheidungen getroffen zu werden: Sei es durch Minizinsen, Mithaftung der Steuerzahler für Rettungsschirme oder Geldschöpfung gegen schlechte Sicherheiten.

  • Nur nicht allzu viel Hoffenung haben,die AfD mit ihren paar % verschreckt niemanden in Brüssel. Mutti hat nur leichte Verluste, aber immer noch gute Stimmenanteile.
    Da haben die Griechen, die Franzosen, die Wähler in UK schon mutiger ihr Kreuzchen gesetzt, die bekommen jetzt die Gutis und wir zahlen weiter.

  • Wieso sollte er auch warten? Die Wahlergebnisse, besonders die deutschen, ermuntern docch geradezu. Wie titelt heute die FAZ: Wie ein europäischer Musterschüler.

  • Naja, seit dem Wochenende gibt es ein neues Parteien Bild. Unter anderem mit der AfD. Mal sehen ob Draghi daran einfach so vorbei kommt...

  • @ herrkon
    Man muß kein Konto bei der EZB haben, um Geld vernichten zu lassen.
    Sie planen doch schon für´s Jahr 2050 in Afrika; dabei hat China die Nase schon lange voraus in Afrika.
    Was also ist unqualifiziert?
    Ralph Boller schrieb einmal:
    In Seilschaften bildet oft das Hinterteil des einen,
    den Horizont des anderen.

  • Draghi ist nicht bereit die Realität zu sehen. Der Euro ist gescheitert. Die Südländer sind entweder nicht fähig (Frankreich) oder nicht in der Lage (Griechenland)ihre Wirtschaftsprobleme zu lösen. Wir haben in weiten Bereichen eine Inflation der Vermögenswerte. Das, was Draghi als Deflation ausmachen will, ist nur eine Anpassung. Diese erfolgte früher über Abwertung der Währung. Dies ist jetzt nicht möglich und die Menschen müssen dies ausbaden, die Arbeitslosen in den Südländern, die Renter und Steuerzahler in den Nordländern. Die EZB hat nur marode Banken und verschuldete Staaten vor der Insolvenz bewahrt. Draghi hat "Zeit gekauft" um eine horrende Umverteilung vornehmen zu können. Am Ende werden er und die Europolitiker den Euro gegen die Wand fahren.

  • Draghi ist der beste Sozialist. Besser geht Planwirtschaft nicht. Und wird genauso scheitern. Der Preis wird hoch sein! Es ist die Vernichtung des gesamten deutschen Vermögens - und natürlich auch der anderen. Ich freu mich schon, wie Gauckler, Erika und Rolli daraufhin applaudieren...

  • Na und,was ist daran neu ? Das ist doch alles bekannt,seit Wochen wird das von den Aktienmärkten erwartet!
    Wenn am Ende die Blase platzt,will´s sowieso keiner von denen gewesen sein,das war 2000 und 2007 so,warum sollte es jetzt anders sein ?

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