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Deutsche Bank zu Helikoptergeld Ein Scheck für jedermann

Helikoptergeld für EU-Bürger von der Europäischen Zentralbank? Ökonomen der Deutschen Bank halten diesen Vorschlag für gar nicht so abwegig. Das Konzept sei deutlich wirksamer als traditionelle Mittel der Geldpolitik.
17.04.2016 - 12:07 Uhr
„Helikopter-Geld↨: Ein Gedankenexperiment das Realität werden könnte. Quelle: Getty Images

„Helikopter-Geld↨: Ein Gedankenexperiment das Realität werden könnte.

(Foto: Getty Images)

Frankfurt Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte aus Sicht von Ökonomen der Deutschen Bank leichter als gedacht so genanntes Helikoptergeld einführen. Damit ist in der klassischen Form gemeint, dass die Notenbank jedem Bürger im Euroraum einen gleichhohen Geldbetrag von zum Beispiel 3000 Euro schenkt. Allerdings sind verschiedene Varianten denkbar.

In einer aktuellen Studie kommen Analysten der Deutschen Bank zu dem Ergebnis: Helikoptergeld sei mit weniger rechtlichen Hürden verbunden als allgemein angenommen. Als Hauptargument gegen eine derartige Politik durch die EZB wird angeführt, so etwas sei im Kern Finanzpolitik, und dafür habe die Notenbank kein Mandat.

Die EZB habe zwar strikte rechtliche Auflagen, schreiben der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos und zwei seiner Kollegen in der Studie. „Dennoch geben ihr die Verträge erheblich mehr Spielraum als es im ersten Augenblick scheint.“ Helikoptergeld könnte nach ihrer Einschätzung deutlich wirksamer sein als die traditionellen Mittel der Geld- und Fiskalpolitik. Vielleicht sei die Zeit für dieses Instrument noch nicht gekommen, aber in der nächsten Rezession schon.

EZB-Chef Draghi hatte Helikoptergeld nach der Ratssitzung im März als interessantes Konzept bezeichnet. Allerdings verwies er darauf, dass der EZB-Rat bisher nicht über das Konzept diskutiert habe und dies mit rechtlichen Schwierigkeiten verbunden sei. Ähnlich äußerte sich der Chefvolkswirt der Notenbank, Peter Praet. Er sagte, die aktuellen Mittel seien ausreichend und es sei nicht angemessen, über weitere Schritte zu diskutieren. Doch er bekräftigte auch, dass der Werkzeugkasten der Notenbank noch nicht leer sei. „Wir sagen: Das ist nicht wahr“, sagte Praet der italienischen Zeitung „La Republica“.

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