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Deutschland Verbraucherpreise ziehen wieder leicht an

Im Juni hat die Inflation in Deutschland wieder angezogen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Verbraucherpreise leicht. Vor allem Nahrungsmittel gehörten zu den Preistreibern, die Ölpreise sanken hingegen.
29.06.2017 - 15:20 Uhr Kommentieren
Während sich Nahrungsmittel verteuerten, sanken die Ölpreise. Quelle: dpa
Verbraucherpreise

Während sich Nahrungsmittel verteuerten, sanken die Ölpreise.

(Foto: dpa)

Wiesbaden Teurere Lebensmittel treiben die Inflation in Deutschland überraschend nach oben. Im Juni stiegen die Verbraucherpreise um 1,6 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag nach einer ersten Schätzung mitteilte. Im Mai lag die Rate bei 1,5 Prozent, im April bei 2,0 Prozent. Von Reuters befragte Ökonomen hatten einen Rückgang auf 1,4 Prozent vorhergesagt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) spricht nur bei Werten von knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen. Eine rasche Abkehr von ihrer Nullzinspolitik ist angesichts des geringen Inflationsdrucks in der Währungsunion aber nicht in Sicht – trotz besserer Konjunktur.

„Preistreiber waren Nahrungsmittel“, sagte der Chefvolkswirt der LBBW, Uwe Burkert. Sie kosteten 2,8 Prozent mehr als im Juni 2016. Besonders für Milchprodukte mussten die Verbraucher tiefer in die Tasche greifen, nachdem viele Molkereien mit großen Einzelhändlern höhere Preise durchsetzen konnten: So kostete Vollmilch in einigen Regionen gut ein Fünftel und Butter bis zu drei Viertel mehr. Dienstleistungen verteuerten sich mit 1,7 Prozent überdurchschnittlich, da Pfingsten diesmal auf den Juni fiel und nicht wie 2016 auf den Mai. Damit kostete das Reisen mehr. Für Wohnungsmieten wurden 1,8 Prozent mehr gezahlt. Energie – die lange Zeit die Inflation steigen ließ – kostete diesmal genauso viel wie ein Jahr zuvor.

Hier gibt es Rendite – hier droht der Wertverfall
Immobilie zu verkaufen
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Der Trend ist bekannt: In begehrten Regionen haben die Preise für Wohneigentum kräftig angezogen. Aber wo finden Kaufwillige noch Häuser mit Wertsteigerungspotenzial? Und wie sichern sich Schnäppchenjäger gegen Wertverluste ab? Eine aktuelle Studie gibt Hinweise.

(Foto: dpa)
Tops und Flops
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So sind nach Berechnungen des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) für die Postbank in 45 der 402 deutschen Landkreise und kreisfreien Städte die Bedingungen für den Erwerb von Immobilien noch günstig. Orte mit der Aussicht auf satte Wertsteigerungen gibt es nach wie vor: Zu ihnen zählen zahlreiche kleinere Städte und ländliche Gebiete vor allem im Umkreis der Metropolen, etwa rund um Hamburg, Berlin, Frankfurt, München, im Dreiländereck von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen sowie im Rheinland. Strukturschwache Regionen ohne Anbindung an eine Metropole, viele davon in Ostdeutschland, weisen hingegen oft zwar günstige Kaufpreise auf, bergen aber auch die Gefahr hoher Wertverluste in der Zukunft.

In unserer Übersicht finden sich die zehn Flop-Kreise mit den höchsten prognostizierten Wertverlusten bis 2030 – und die zehn Top-Regionen, in denen die HWWI-Forscher die stärksten Wertsteigerungen erwarten.

(Foto: dapd)
Flop 10: Landkreis Spree-Neiße
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Bei den Flop 10 gilt für Kaufwillige: Finger weg! Auf Platz 10 der erwarteten Wertverlusten aller 402 deutscher Landkreise und kreisfreier Städte liegt laut HWWI der Spree-Neiße-Kreis im südöstlichen Brandenburg. Die Region gilt als besonders strukturschwach und liegt auch nicht im Einzugsgebiet des boomenden Berlins. Bis 2030 wird der Immobilienpreis pro Quadratmeter laut der Prognose im Vergleich zum Jahr 2016 um real 3,66 Prozent fallen. Real, das heißt: alle folgenden Preisprognosen sind inflationsbereinigt.

(Foto: dpa)
Flop 9: Landkreis Anhalt-Bitterfeld
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Ein noch schlimmerer Preisabsturz wird im benachbarten Landkreis Anhalt-Bitterfeld erwartet. In der früheren Chemieregion der DDR gehen die Preise pro Quadratmeter laut Prognose um ganze 3,67 Prozent zurück.

(Foto: dpa)
Flop 8: Salzlandkreis
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Der Landkreis inmitten von Sachsen-Anhalt schneidet bei dem Ranking ebenfalls nicht gut ab. Die Immobilienpreise fallen laut Postbank-Prognose um 3,73 Prozent.

(Foto: dpa)
Flop 7: Landkreis Mansfeld-Südharz
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Im Südwesten Sachsen-Anhalts liegt der beschauliche Landkreis. Die Job-Dichte ist schlecht: Mehr Bewohner pendeln in andere Regionen zu ihrem Arbeitsplatz, als Menschen von außerhalb nach Mansfeld-Südharz zum Arbeiten einpendeln. Die Preise pro Quadratmeter fallen folglich bis 2030 um 3,84 Prozent.

(Foto: Picture Alliance)
Flop 6: Landkreis Uckermark
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Die Nachfrage entwickelt sich bis 2030 in mehreren Landkreisen Brandenburgs sehr schlecht. Auf Platz fünf landet die Uckermark mit minus 3,88 Prozent.

(Foto: dpa)

Experten wie die Forscher des Münchner Ifo-Instituts rechnen in diesem Jahr mit einer durchschnittlichen Teuerungsrate von 1,7 Prozent. Damit nagt die Inflation stärker an der Kaufkraft, denn 2016 lag sie nur bei 0,5 Prozent. Im ersten Quartal stiegen die Reallöhne mit 0,6 Prozent so schwach wie seit über drei Jahren nicht mehr. Insbesondere Dienstleistungen dürften künftig mehr kosten. „Sie sind stark von der heimischen Nachfrage abhängig“, sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. „Und die Binnenwirtschaft brummt.“

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    Die Verbraucher lassen sich von höheren Preisen bislang nicht beeindrucken. Sie blicken sogar so zuversichtlich auf ihr künftiges Einkommen wie noch nie seit der Wiedervereinigung, ermittelten die GfK-Konsumforscher bei ihrer monatlichen Umfrage. Dadurch kletterte das von ihnen berechnete Konsumklima für Juli überraschend um 0,2 auf 10,6 Punkte und markiert den höchsten Stand seit Oktober 2001.

    „Er ist schon erstaunlich, dass sich die Stimmung bei den Verbrauchern immer noch weiter verbessern kann“, sagte Ökonomin Ulrike Kastens von Sal. Oppenheim. „Doch der Arbeitsmarkt und vor allem die niedrigen Zinsen machen es.“

    • dpa
    • rtr
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