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Devisen Schweizer Notenbank dämpft wohl erneut den Franken

Die SNB bremst nach Experten-Einschätzung den Wertzuwachs des Frankens. Um der exportorientierten Wirtschaft der Schweiz zu helfen, ist ein schwächerer Franken von Vorteil.
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Schweiz: Notenbank dämpft wohl erneut den Franken Quelle: Reuters
Schweizerische Nationalbank

Die SNB will der schweizerischen Wirtschaft helfen.

(Foto: Reuters)

Zürich Die Schweizerische Nationalbank dürfte nach Einschätzung von Experten erneut interveniert haben, um einen wirtschaftsschädlichen Höhenflug des Frankens zu bremsen. Darauf deuten wöchentlich erhobene Daten der Notenbank hin: Die Sichtguthaben von Banken und Bund bei der SNB stiegen in der vergangenen Woche um 2,77 Milliarden Franken auf 585,51 Milliarden Franken, wie aus der am Montag veröffentlichten Statistik hervorgeht.

„Ich gehe davon aus, dass die SNB interveniert hat. Das ist der höchste Anstieg der Sichteinlagen seit Mitte April 2017“, sagte Credit-Suisse-Analyst Maxime Botteron. Damals hatten die Wahlen in Frankreich für Unsicherheit über den künftigen politischen Kurs in Europa und damit für einen Höhenflug des Frankens gesorgt. Die SNB wollte sich zum Anstieg der Sichteinlagen nicht äußern.

Der Franken ist bei Investoren als „sicherer Hafen“ in unruhigen Zeiten stets gesucht. In den vergangenen Tagen stieg er zum Euro auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Grund dafür war eine neuerliche Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China, der die Börsen rund um den Globus seit Monaten fest im Griff hat.

Die SNB ist an einem schwächeren Franken interessiert, um so die exportorientierte Wirtschaft der Schweiz zu stützen. Die Entwicklung der Sichtguthaben gilt als Indiz dafür, ob die Notenbank am Devisenmarkt interveniert, um den Franken zu schwächen. Die Zentralbank kauft dabei beispielsweise Euro und schreibt den Banken den entsprechenden Franken-Betrag auf deren SNB-Konten gut.

Mehr: Gastbeitrag von Joschka Fischer – Vor allem technologisch gerät Europa im Konflikt zwischen USA und China unter Druck. Die Herausforderung ist die Verteidigung der Datensouveränität.

Finance Briefing
  • rtr
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