Draghi ärgert sich über Kritik „Um Gottes Willen, der Italiener zerstört Deutschland“

EZB-Chef Draghi ist ein Vorkämpfer in der Euro-Krise – doch aus Deutschland schlug dem Italiener oft Kritik entgegen. Draghi geißelte nun die „perverse Angst“ der Deutschen. Ökonomen werfen ihm deshalb Selbstmitleid vor.
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Mario Draghi: Der EZB-Chef kann die Kritik an der Geldpolitik der Notenbank nicht nachvollziehen. Quelle: Reuters

Mario Draghi: Der EZB-Chef kann die Kritik an der Geldpolitik der Notenbank nicht nachvollziehen.

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BerlinDie Klage von EZB-Präsident Mario Draghi über Kritik aus Deutschland am Kurs der Notenbank ist bei Ökonomen auf Ablehnung gestoßen. „Sein Selbstmitleid und Eigenlob lassen ein tief verunsichertes Ego erkennen“, sagte der Bonner Wirtschaftswissenschaftler Manfred Neumann der Tageszeitung „Die Welt“. Thorsten Polleit, Chefökonom von Degussa Goldhandel, sagte dem Blatt, Draghi und die Europäische Zentralbank lullten die Finanzmärkte und viele Menschen ein, würden mit ihrer Geldpolitik aber nicht die Probleme der Eurozone lösen.

Draghi hatte sich im „Spiegel“ über kritische Stimmen aus Deutschland während der Euro-Krise beklagt. „Jedes Mal hieß es: 'Um Gottes Willen, dieser Italiener zerstört Deutschland'“, sagte Europas oberster Währungshüter dem Nachrichtenmagazin. „Es gab diese perverse Angst, dass sich die Dinge zum Schlechten entwickeln, aber das Gegenteil ist passiert.“ Tatsächlich habe sich die Lage entspannt: Die Inflation sei niedrig, und die Unsicherheit habe sich verringert. „Die Krise ist nicht überwunden, aber es gibt viele ermutigende Zeichen.“


Draghi hatte im Sommer 2012 auf einem der Höhepunkte der Euro-Krise die Handlungsfähigkeit der Notenbank bekräftigt: „Die EZB wird alles Notwendige tun, um den Euro zu erhalten. Und glauben Sie mir – es wird ausreichen.“ Zusammen mit der Ankündigung der EZB, unter bestimmten Bedingungen Staatsanleihen von Problemstaaten zu kaufen, gilt diese inzwischen legendäre Aussage als Wendepunkt in der Krise: Die Finanzmärkte beruhigten sich daraufhin, zum tatsächlichen Ankauf von Staatspapieren im Rahmen des neuen Programms kam es bisher nicht.

Allerdings hält die Kritik an einer so aktiven Rolle der Notenbank bis heute an. Zum Lager der Kritiker wird insbesondere Bundesbank-Präsident Jens Weidmann gezählt. Draghi sagte nun zum Verhältnis der beiden Finanzwächter: „Unsere Positionen haben sich einander angenähert, und die Zusammenarbeit hat sich verbessert.“ 2014 fällt das Bundesverfassungsgericht sein Urteil über das umstrittene Anleihekaufprogramm. Draghi betonte, die Notenbank warte dies ab, „wir haben keinen Plan B“.

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5 Kommentare zu "Draghi ärgert sich über Kritik: „Um Gottes Willen, der Italiener zerstört Deutschland“"

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  • „Um Gottes Willen, der Italiener zerstört Deutschland“
    Das ist deutsche Leitkultur in Deutschland im Wandel der Zeit, wie ein "cercle vicieux" Rückfall vorprogrammiert, Goebbels würde sich freuen, wir sind wieder so weit.

  • „Die ausschließlich deutsche Kritik" kotzt mich langsam an. Wenn die Deutsche für Europa nicht reif sind sollen sie aus der EU austreten!
    Basta

  • Draghi wird als größter Bankräuber in die Geschichte eingehen, hat er doch die deutschen Bürger um Milliarden Vermögensvorsorgen beraubt. Dieses Europa ist tot, ohne Berücksichtigung des Bürgerwillens, ohne echte Demokratie, voll mit Bevormundung, Beraubung und Diktatur. Nein, danke für dieses Gespenst.

  • „Um Gottes Willen, der Italiener zerstört Deutschland“
    von wem ist die Überschrift?
    Ist Joseph Goebbels wieder da?

  • Wat denn? Kommt jetzt das "Rosa Tütü" von Kritikern, die selbst nichts anderes zustande gebracht haben, als kürzen, kürzen, kürzen und rumgeplärrt haben, bald sin ma alle pleite, und die anderen sind nur zu faul, fürs blöde Volk gestreut haben?
    Meine Güte, Draghi ist der einzige der tatsächlich was getan hat. Ob nun eine Maßnahme bestimmten gefallen oder missfallen hat, sei mal dahin gestellt.
    Was haben "Ökonomen" gemacht? Nichts weiter als mit der Lupe nach Wachstum suchen, aber nur umverteilt, Infrastruktur verkommen lassen, Bildung verkommen lassen und gezetert, weil im eigenen Hirn was nicht gepaßt hat.
    Nun zieht nur noch die Masche, och der arme hat Selbstmitleid?
    Der Film gefällt mir nicht, ich hol gleich das Taschentuch raus.

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