Draghi und der neue 50-Euro-Schein „Bargeld nach wie vor unerlässlich für unsere Wirtschaft“

EZB-Chef Mario Draghi hat den 50-Euro-Schein präsentiert, der ab dem heutigen Dienstag in Umlauf geht. Die Banknote soll mit neuen Sicherheitsmerkmalen Fälschern das Handwerk erschweren.
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„Selbst im digitalen Zeitalter ist Bargeld nach wie vor unerlässlich für unsere Wirtschaft.“ Quelle: Reuters
Mario Draghi

„Selbst im digitalen Zeitalter ist Bargeld nach wie vor unerlässlich für unsere Wirtschaft.“

(Foto: Reuters)

FrankfurtEigentlich ging es nur um einen neuen 50-Euro-Schein. Doch für EZB-Präsident Mario Draghi steht mehr dahinter. Die gemeinsame Währung sei für die Bürger des Euro-Raums nach Demokratie und Freiheit das wichtigste Element der europäischen Identität, sagte er bei der Präsentation der neuen Banknote am Dienstag in Frankfurt. Bargeld sei immer noch das wichtigste Zahlungsmittel im Euro-Raum. „Selbst im digitalen Zeitalter ist Bargeld nach wie vor unerlässlich für unsere Wirtschaft“, sagte Draghi.

Der neue 50-Euro-Schein, den Draghi vorstellte, soll Fälschern das Anfertigen von Blüten erschweren. Etwa drei Viertel aller Einkäufe im Währungsraum würden einer Umfrage zufolge nach wie vor bar bezahlt. Der 50-Euro-Schein ist gemessen an der Anzahl die wichtigste Euro-Banknote. Rund 46 Prozent der Euro-Scheine sind Fünfziger.

Fühlen, Sehen, Kippen – der neue 50-Euro-Schein
Der neue 50-Euro-Schein
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Insgesamt 5,4 Milliarden neue 50-Euro-Scheine mit einem Gesamtgewicht von rund 5.400 Tonnen bringt die Notenbank am 4. April in Umlauf. Der neue Geldschein gehört zur Europa-Serie, von der bereits die neuen 5-, 10-, und 20-Euro-Scheine erschienen sind. Der 50er weist einige neue Sicherheitsmerkmale und Besonderheiten auf.

Porträt-Wasserzeichen
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Die Namensgeberin der Europa-Serie ist Europa, eine Gestalt aus der griechischen Mythologie. Passend dazu prangt ihr Porträt-Wasserzeichen auf dem neuen 50-Euro-Schein. Wird der Geldschein gegen das Licht gehalten, werden auf der Vorder- und Rückseite ein Porträt der mythologischen Gestalt sowie die Wertzahl sichtbar.

Foto: Boris Rössler

Silberner Streifen
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Am rechten Rand auf der Vorderseite der neuen Banknote ist ein silberner Streifen erkennbar. Auch dieser soll vor Fälschungen schützen: Beim Kippen des echten 50-Euro-Scheins erscheint in diesem Streifen das Euro-Symbol und mehrfach die Wertzahl der Banknote.

Porträt-Hologramm
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Hier noch mal zu sehen: Die Wertzahl des neuen Geldscheins, die erst durch Kippen sichtbar wird. Hält man den silbernen Hologrammstreifen gegen das Licht, erscheint ein weiteres Porträt der Europa.

Foto: Boris Rössler

Smaragdzahl
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Die Smaragdzahl am linken Scheinrand weist nicht nur den Wert der Geldnote aus: Beim Kippen des Scheins bewegt sich auf der glänzenden Zahl ein Lichtbalken auf und ab. Je nach Blickwinkel verändert sich außerdem die Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau.

Glanzstreifen und Mikroschrift
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Wer sich den Schein ganz genau ansieht, entdeckt sie vielleicht: die Mikroschrift. An verschiedenen Stellen im Motiv der Banknote befindet sich ein Text, der unter der Lupe gestochen scharf erkennbar ist. Auch nicht auf den ersten Blick sichtbar ist der neue Glanzstreifen des 50-Euro-Scheins. Er befindet sich auf der Rückseite und glänzt je nach Betrachtungswinkel golden oder ist als fast unsichtbarer Schatten sichtbar. Außerdem enthält auch er das Euro-Symbol und die Wertzahl des Scheins.

Sicherheitsfaden
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Der Sicherheitsfaden ist das letzte Merkmal, das mit bloßem Auge erkennbar ist. Auch hier wird der Faden erst sichtbar, wenn der Schein ins Gegenlicht gehalten wird.

Zu den neuen Sicherheitsmerkmalen zählt etwa ein Porträt-Fenster, das durchsichtig wird, wenn man die Banknote gegen das Licht hält. Der Vorgängerschein wurde vor mehr als 20 Jahren entwickelt. Auf ihn entfielen im vorigen Jahr in Deutschland die meisten Fälschungen: Rund 60 Prozent aller aufgegriffenen Blüten waren falsche Fünfziger. Zunächst wurden etwa 5,4 Milliarden neue Scheine produziert – die Bundesbank hat davon etwa 2,3 Milliarden drucken lassen. Nach dem Fünfer, Zehner und Zwanziger ist jetzt mit dem Fünfzig-Euro-Schein bereits die vierte Banknote der neuen sogenannten „Europa-Serie“ im Umlauf. Neue 100- und 200-Euro-Scheine sollen Anfang 2019 kommen.

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