Edis EZB schiebt offenbar Einlagensicherung für Sparer an

Die EZB plant ein System einzurichten, das EU-weit bei einer Bankenkrise das Geld der Sparer schützt. Deutsche Geldhäuser sehen das kritisch.
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Aktuell sind laut EU-Regeln alle Bankguthaben bis zu 100.000 Euro gesetzlich garantiert. Quelle: dpa
EZB-Zentrale in Frankfurt

Aktuell sind laut EU-Regeln alle Bankguthaben bis zu 100.000 Euro gesetzlich garantiert.

(Foto: dpa)

BrüsselEZB-Chef Mario Draghi hat den Euro-Finanzministern nach Aussagen eines EU-Vertreters vorgeschlagen, mit den Vorbereitungen für die Sparer-Einlagensicherung Edis zu beginnen. Die damit zusammenhängenden Risiken hätten signifikant und den Anforderungen entsprechend gesenkt werden können, zitierte der EU-Vertreter Draghi am Montag. Dank dessen könne man nun mit den Verhandlungen über den Start der ersten Edis-Phase beginnen. Der Zeitpunkt sei günstig. Nochmalige Verzögerungen müssten vermieden werden. Draghi traf die Aussagen auf dem monatlichen Treffen der Euro-Finanzminister.

In der Bundesregierung und bei deutschen Banken stößt Edis bislang auf Skepsis. Es wird befürchtet, dass heimische Geldhäuser in Haftung genommen werden, wenn Institute in anderen Mitgliedsländern in Schieflage geraten. An der deutschen Haltung habe sich nichts geändert, sagte Bundesfinanzminister Peter Altmaier vor dem Treffen. Man könne bei dem Thema nur vorankommen, wenn die Mitgliedsstaaten mit vielen faulen Bank-Krediten die Risiken ausreichend reduzierten, um eine neuen Finanzkrise zu vermeiden.

Aktuell sind laut EU-Regeln alle Bankguthaben bis zu 100.000 Euro gesetzlich garantiert. Bestehende nationale Sicherungssysteme zum Schutz der Sparer gelten aber als unzureichend, sollte es zu einem Bankenkollaps in Europa kommen.

  • rtr
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