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EU-Austritt Britischer Notenbankchef warnt vor ungeregeltem Brexit

Der britische Notenbankchef Mark Carney will einen harten EU-Austritt vermeiden. Dennoch sieht er die Bank of England für die wachsende Gefahr gewappnet.
03.08.2018 - 11:22 Uhr Kommentieren
EU-Austritt: Notenbankchef warnt vor ungeregeltem Brexit Quelle: Reuters
Britischer Notenbankchef Mark Carney

Der Zentralbank-Präsident hält einen ungeregelten Ausstieg zwar für möglich, jedoch nicht für wahrscheinlich.

(Foto: Reuters)

London Die britische Notenbank hat sich besorgt über die Aussicht auf einen ungeregelten Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union gezeigt. Seiner Einschätzung nach sei die Wahrscheinlichkeit eines sogenannten harten Brexits derzeit „unangenehm

hoch“, sagte Zentralbank-Präsident Mark Carney am Freitag dem Sender „BBC Radio 4“. Allerdings schränkte er ein, dass ein ungeregelter Ausstieg zwar möglich, aber immer noch „relativ unwahrscheinlich“ sei.

Carney rief die Verhandlungsparteien eindringlich auf, zu einer Einigung zu kommen. Beide Seiten sollten alles unternehmen, um einen harten Ausstieg des Vereinigten Königreichs aus der EU zu vermeiden. Eine solche Situation sei „in hohem Grade unerwünscht“, machte der Notenbank-Chef deutlich. Sollte es aber dennoch zum harten Bruch mit der EU kommen, versicherte Carney, dass das Finanzsystem auf die dann folgenden „sehr schwierigen Umstände“ vorbereitet sei.

Zuletzt hatte der britische Außenminister Jeremy Hunt auf die wachsende Gefahr eines harten Brexits hingewiesen. „Wir steuern auf einen Austritt ohne Abkommen zu“, hatte er am Mittwoch nach einem Treffen mit der österreichischen Außenministerin Karin Kneissl in Wien gesagt. Die Brexit-Verhandlungen sollen nach dem bisherigen Zeitplan im Oktober abgeschlossen werden. Ende März 2019 ist der Austritt Großbritanniens aus der EU vorgesehen. Das britische Pfund reagierte mit Kursverlusten auf die Aussagen des Notenbank-Chefs. Es fiel am Vormittag unter die Marke von 1,30 US-Dollar.

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