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EU-Parlamentspräsident Mehr Kritik an EZB-Leitlinien für faule Kredite

Neben EU-Parlamentspräsident Tajani kritisiert der Econ-Vorsitzende Gualtieri die Haltung der EZB. Auch aus Italien kommt Kritik, Bundesfinanzminister Schäuble (CDU) lobt hingegen die neuen Leitlinien der Zentralbank.
13.10.2017 Update: 13.10.2017 - 16:09 Uhr Kommentieren
Der EU-Parlamentspräsident kritisiert die neuen Leitlinien der EZB-Bankenaufsicht zum Umgang mit faulen Krediten. Quelle: Reuters
Antonio Tajani

Der EU-Parlamentspräsident kritisiert die neuen Leitlinien der EZB-Bankenaufsicht zum Umgang mit faulen Krediten.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Die Kritik an den neuen Leitlinien der EZB-Bankenaufsicht zum Umgang mit faulen Krediten nimmt zu. Nach EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani forderte nun auch der Vorsitzende des Wirtschafts- und Währungsausschusses (ECON) des EU-Abgeordnetenhauses, Roberto Gualtieri, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Haltung korrigieren soll. Er teile die von Tajani zum Ausdruck gebrachten Sorgen, sagte Gualtieri der Nachrichtenagentur Reuters. Er hoffe, der Konsultationsprozess unterstütze die EZB-Bankenaufsicht darin, „ihre Leitlinien zu korrigieren, um sie ausgewogener zu gestalten“.

EU-Parlamentspräsident Tajani hatte in einem Brief an Zentralbank-Chef Mario Draghi gefordert, das europäische Abgeordnetenhaus in den Entscheidungsprozess einzubeziehen. Zu den neuen Vorgaben soll es Ende November eine öffentliche Anhörung bei der Europäischen Zentralbank geben, die Konsultationen laufen bis zum 8. Dezember. Nach den neuen Richtlinien müssen Geldhäuser künftig mehr Vorsorge für faule Kredite betreiben. Sie sollen ab 2018 alle Darlehen, die neu als ausfallgefährdet eingestuft werden, schrittweise vollständig über Rückstellungen abdecken.

In Italien lösten die neuen Leitlinien der EZB-Bankenaufsicht große Kritik aus. In der Euro-Zone entfallen etwa 30 Prozent des mehr als 900 Milliarden Euro großen Berges an faulen Krediten auf Banken in Italien. Italiens Finanzminister Pier Carlo Padoan äußerte Zweifel an der Vorgehensweise der EZB-Bankenaufsicht. Unterstützung erhielten die Bankenwächter hingegen von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Der Internationale Währungsfonds (IWF) steht dagegen hinter der Leitlinie der EZB. Der Fonds unterstütze voll und ganz den jüngsten Vorschlag, sagte der für Europa zuständige IWF-Direktor Poul Thomsen am Freitag in Washington.

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