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Euro-Schuldenkrise Ökonomen rechnen mit EZB-Zinssenkung im Juli

Die Mehrheit der Ökonomen geht davon aus, dass die EZB den Leitzins in der kommenden Woche senken wird. Von EZB-Chefökonom Peter Praet kommen ebenfalls positive Signale.
27.06.2012 - 15:55 Uhr Kommentieren
Die EZB soll wieder als Krisenbekämpfer einspringen. Quelle: dpa

Die EZB soll wieder als Krisenbekämpfer einspringen.

(Foto: dpa)

London/Frankfurt Wegen der jüngsten Zuspitzung der Euro-Schuldenkrise rechnet inzwischen das Gros der Fachleute mit einer Zinssenkung der EZB in der kommenden Woche. Das geht aus einer am Mittwoch in London veröffentlichten Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters von 71 Ökonomen hervor.

48 der Experten erwarten, dass der EZB-Rat am Donnerstag nächster Woche den Leitzins erstmals unter die Marke von einem Prozent senkt. Noch bei der letzten Umfrage vor zwei Wochen hatte die Mehrheit der Teilnehmer für die nächste Zeit nicht mit geldpolitischen Schritten der Notenbanker gerechnet.

Die Mehrheit glaubt an einen kleinen Zinsschritt von einem viertel Prozentpunkt auf 0,75 Prozent. Nur wenige erwarten sogar, dass EZB-Präsident Mario Draghi und die anderen Währungshüter den Schlüsselzins für die Banken um einen halben Prozentpunkt auf 0,5 Prozent kappen.

19 von 43 Ökonomen glauben zudem, dass die EZB in den nächsten Monaten nochmals mit einer milliardenschweren Geldspritze die Märkte wird fluten müssen, wie Ende Februar.

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    Gleichzeitig hat EZB-Chefökonom Peter Praet eine Leitzinssenkung unter ein Prozent angedeutet und untermauert damit die Prognosen der Experten. Zinssenkungen seien immer dann berechtigt, wenn sie dazu beitragen würden, auf mittlere Sicht stabile Preise zu gewährleisten, sagte Praet in einem Interview mit der „Financial Times Deutschland" (Donnerstagausgabe). „Es gibt keine Doktrin, dass der Leitzins nicht unter einem Prozent liegen kann."

    • rtr
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