Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Euro-Zone Bundesbank-Vizechefin hält lockere Geldpolitik für weiterhin richtig

Eine Rezession droht zwar nicht, aber wegen der trüben Konjunkturaussichten sollte die EZB weiter an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten, findet Claudia Buch.
09.01.2020 - 22:35 Uhr Kommentieren
Wegen der schwachen Wirtschafts- und Inflationsprognosen für den Euro-Raum bleibt Buchs Ansicht nach eine lockere Geldpolitik weiterhin gerechtfertigt. Quelle: Reuters
Vizepräsidentin der Bundesbank Claudia Buch

Wegen der schwachen Wirtschafts- und Inflationsprognosen für den Euro-Raum bleibt Buchs Ansicht nach eine lockere Geldpolitik weiterhin gerechtfertigt.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Die Bundesbank hält wegen der schwachen Wirtschafts- und Inflationsprognosen für den Euro-Raum eine lockere Geldpolitik für weiterhin gerechtfertigt. Zwar werde nicht mit einer Rezession oder einer Deflation – also einer gefährlichen Abwärtsspirale aus fallenden Preisen, sinkenden Investitionen und Löhnen – gerechnet, sagte Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch am Donnerstag in Köln laut Redetext. „Angesichts der Prognosen ist aber auch klar, dass die Geldpolitik weiterhin Unterstützung bieten muss, damit sich der Preisauftrieb im Euro-Raum hinreichend festigt.“

Im Dezember lag die Teuerung in der Euro-Zone nur bei 1,3 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt aber knapp zwei Prozent für die Wirtschaft an. Dieses Niveau verfehlt sie bereits seit Jahren. Wegen der trüben Konjunkturaussichten hatte sie im Herbst ein großes Stützungspaket geschnürt, zu dem unter anderem eine Zinssenkung und der Neustart der vor allem in Deutschland umstrittenen Anleihekäufe gehört.

Buch wies auf Nebenwirkungen der sehr expansiven Geldpolitik hin. Dabei hat sie insbesondere die Anleihekäufe und die anhaltenden Niedrigzinsen im Blick. „Die wiederaufgenommenen Nettokäufe von Staatsanleihen bergen die Gefahr, dass die Geldpolitik noch enger mit der Fiskalpolitik verwoben wird“, warnte sie. Zudem könnten aus ihrer Sicht die tiefen Zinsen Investoren dazu verleiten, auf den Finanzmärkten mehr Risiken einzugehen, als sie zu schultern in der Lage seien.

Die deutschen Privatbanken hatten am Donnerstag erneut ein rasches Ende der Negativzinsen in der Euro-Zone gefordert.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Wo die Marktzinsen am Ende liegen werden, hängt aus Buchs Sicht vor allem von den langfristigen Wachstumssausichten ab. Das seien Faktoren, die außerhalb der Geldpolitik lägen. Ihre Prognose: „Wenn es gelingt, die Wirtschaft auf einen steileren Wachstumspfad zu führen, wird auch das allgemeine Zinsniveau steigen.“

    Mehr: Nur wenige Deutsche glauben, dass die Verbraucherpreise im nächsten Jahr stark steigen werden. Damit weichen ihre Erwartungen nur wenig von den Experten-Prognosen ab.

    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Euro-Zone - Bundesbank-Vizechefin hält lockere Geldpolitik für weiterhin richtig
    0 Kommentare zu "Euro-Zone: Bundesbank-Vizechefin hält lockere Geldpolitik für weiterhin richtig"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%