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Europa-Serie Neue 100- und 200-Euro-Scheine – die zweite Generation der Euro-Banknoten ist komplett

Die Notenbanken geben am heutigen Dienstag neue 100- und 200-Euro-Scheine aus. Sie sind mit neuen Sicherheitsmerkmalen ausgestattet und unterscheiden sich auch in der Größe.
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Die neue Schein-Welt der EZB

Frankfurt Die 100- und 200-Euro-Scheine sind etwas größer als die anderen Euro-Banknoten. Das wird sich bald ändern.

Vom heutigen Dienstag an geben die jeweiligen Notenbanken im Euroraum, also in Deutschland die Bundesbank, neue 100- und 200-Euro-Scheine aus. Damit ist dann die zweite Generation der Euro-Banknoten komplett. Neue Fünfer, Zehner, Zwanziger und Fünfziger sind bereits im Umlauf. Der 500-Euro-Schein wird nach einer Entscheidung des EZB-Rates dagegen nicht mehr produziert.

Die neuen Scheine sind mit zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen ausgestattet. Das soll es Geldfälschern noch schwerer machen.

Die neuen Hunderter und Zweihunderter sind fünf Millimeter schmaler und damit an die Höhe der Fünfziger angepasst worden. Nur bei der Breite gilt weiter: Je breiter der Schein, desto höher der Nennwert. Wegen der neuen Form der Scheine ist der Anpassungsbedarf bei Banknotenbearbeitungssystemen höher als bei den anderen Stückelungen. Der zuständige Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann verweist aber auf die lange Vorbereitungszeit. „Die Hersteller von Geldautomaten oder Kassentresoren konnten die neuen Banknoten schon seit neun Monaten zu Testzwecken ausleihen, die technische Umstellung sollte daher reibungslos verlaufen“, sagte er vor kurzem.

Die neuen Scheine sollen noch schwerer zu fälschen sein als ihre Vorgänger. Neu beim Hunderter und Zweihunderter ist ein „Satelliten-Hologramm“, das sich rechts oben auf der Vorderseite befindet. Dort bewegen sich beim Neigen kleine Euro-Symbole um die Wertzahl und der aufgedruckte Wert „Hundert“ beziehungsweise „Zweihundert“ ändert die Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau.

Außerdem gibt es wie schon beim Zwanziger und Fünfziger ein „Porträtfenster“. Hält man den Schein gegen das Licht, wird das Fenster durchsichtig und man sieht ein Porträt der griechischen Mythengestalt Europa. Europa ist zugleich Namensgeberin der zweiten Euro-Banknotenserie.

Die 200-Euro-Note mit zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen. Quelle: AFP
Neuer Geldschein

Die 200-Euro-Note mit zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen.

(Foto: AFP)

Aus Sicht der Bundesbank haben sich die verbesserten Sicherheitsmerkmale bei den Banknoten der Europa-Serie bereits ausgezahlt. So ging die Zahl der Fälschungen in Deutschland im Jahr 2018 um etwa 20 Prozent zurück, was die Notenbank ausdrücklich auf die die neuen Sicherheitsmerkmal zurückführt.

Die Bundesbank registrierte im vergangenen Jahr insgesamt 58.000 falsche Banknoten im Nennwert von 3,4 Millionen Euro. Die Zahl der Fälschungen sei vor allem bei 20 und 50-Euro-Scheinen zurückgegangen. Nach wie vor wurde jedoch der Fünfziger am häufigsten gefälscht.

Die bisherigen Banknoten werden von den Notenbanken schrittweise ausgetauscht. Sparer müssen auch nach der Einführung der neuen Exemplare nicht ihre Geldbörsen leeren, um die alten Scheine zur Bank zu tragen. Die aktuellen Scheine bleiben auch in Zukunft gültig.

Zunächst sollen 2,3 Milliarden neue Hunderter und 700 Millionen Zweihunderter ausgegeben werden. Ende März waren nach Angaben der Bundesbank 22,1 Milliarden Euro-Banknoten im Wert von rund 1,216 Billionen Euro (1216 Milliarden Euro) im Umlauf. Davon entfielen auf die Hunderter rund 2,8 Milliarden Scheine und auf die Zweihunderter 262 Millionen Stück.

Mehr zum Thema: Die Notenbank hat versucht zu errechnen, ob Bargeld Steuerhinterziehung und harte Kriminalität begünstigt. Das Ergebnis ist nicht eindeutig.

Mehr: Die Bundesbank beschäftigt ein Team, was nur eins macht: Geldscheine restaurieren. Machtlos sind die Experten nur bei einer Bedrohung des Baren.

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