Europäische Zentralbank Kreditvergabe in Euro-Zone zieht wieder an

Die Banken der Eurozone haben seit Jahresbeginn wieder mehr Kredite vergeben als noch im Dezember. Auch die Geldmenge hat deutlich zugelegt.
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Die ultralockere Geldpolitik soll noch bis mindestens Ende September laufen. Quelle: dpa
Europäische Zentralbank

Die ultralockere Geldpolitik soll noch bis mindestens Ende September laufen.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie ultraexpansive Geldpolitik der EZB hat zu Jahresbeginn die Kreditvergabe der Banken im Währungsraum angekurbelt. Die Finanzinstitute reichten im Januar an Firmen 3,4 Prozent mehr Darlehen aus als vor Jahresfrist, wie die Europäische Zentralbank am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Im Dezember hatte das Plus noch bei 3,1 Prozent gelegen. Die Banken vergaben an Privathaushalte erneut 2,9 Prozent mehr Kredite als ein Jahr zuvor.

Seit rund drei Jahren pumpen die Währungshüter über den Kauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren Woche für Woche Milliarden in das Bankensystem, um die Geldhäuser zur stärkeren Kreditvergabe zu bewegen. Das Kaufprogramm soll noch bis mindestens Ende September laufen und dann ein Volumen von 2,55 Billionen Euro erreichen. Zudem hält die EZB ihren Leitzins auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. So will sie für günstige Finanzierungsbedingungen sorgen, um die Wirtschaft und die aus ihrer Sicht zu niedrige Inflation anzuschieben.

Die von der Notenbank genau beachtete Geldmenge M3 nahm im Januar wie erwartet um 4,6 Prozent zu. Zur Geldmenge M3 gehören neben Bargeld und Einlagen auf Girokonten auch Geldmarktpapiere sowie Schuldverschreibungen. Mittel- bis langfristig ist M3 eng mit der Inflationsentwicklung verknüpft.

  • rtr
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