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Europäische Zentralbank Mario Draghi sieht die Euro-Staaten in der Pflicht

Der scheidende Präsident der EZB verlangt von den Euro-Ländern eine „aktivere Fiskalpolitik“. Sein Ruf nach einer Investitionsoffensive blieb aber bisher ungehört.
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Seine Forderung:
EZB-Chef Mario Draghi

Seine Forderung: "Aktivere Fiskalpolitik"

(Foto: Reuters)

Frankfurt Für ein Ende der umstrittenen Ultratiefzinsen in der Euro-Zone sind aus Sicht von EZB-Präsident Mario Draghi die Staaten viel stärker gefordert. „Eine aktivere Fiskalpolitik im Euro-Raum würde es möglich machen, dass wir unsere Geldpolitik schneller anpassen“, sagte Draghi am Freitag auf einer Veranstaltung in Mailand laut Redetext.

Die Europäische Zentralbank sei sich sehr bewusst, dass ihre geldpolitischen Schritte auch Nebenwirkungen hätten. In anderen Regionen wie etwa in den USA habe die Fiskalpolitik nach der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise aber eine größere Rolle gespielt. Dort sei die Rückkehr zu stabilen Preisen deshalb auch schneller erfolgt.

Draghi hatte erst vor kurzem die Euro-Staaten zu einer gemeinsamen Investitionsoffensive aufgerufen, um die schwächelnde Konjunktur anzuschieben. Bislang streben die Euro-Finanzminister so etwas allerdings nicht an.

Die EZB hatte erst im September umfassende Konjunkturhilfen beschlossen, die unter anderem eine erneute Zinssenkung, die Wiederaufnahme der vor allem in Deutschland umstrittenen Anleihenkäufe und Erleichterungen für Banken umfassen.

Dies wurde in Teilen intern kritisiert, unter anderem von Bundesbankpräsident Jens Weidmann und weiteren Chefs nationaler Notenbanken. Insbesondere der Beschluss zum Neustart der Anleihenkäufe war umstritten,

Die deutsche EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger war nach der Entscheidung zurückgetreten.

Der Italiener Draghi scheidet Ende Oktober nach acht Jahren aus dem Amt. Dann übernimmt die Französin Christine Lagarde das Ruder bei der Euro-Notenbank.

Mehr: Der Rat der Europäischen Zentralbank ist tief zerstritten. Investoren fürchten, dass der Kurs von EZB-Präsident Draghi zu Verwerfungen an den Kapitalmärkten führt.

  • rtr
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1 Kommentar zu "Europäische Zentralbank: Mario Draghi sieht die Euro-Staaten in der Pflicht "

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  • Gott sei Dankl ist das Thema "Draghi" bald erledigt; der Flurschaden nicht! Von Frau Lagarde erwarte auch nicht viel Anderes; aber Überraschungen sind evtl. möglich.

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