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Europäische Zentralbank Weder Taube noch Falke: Die neue EZB-Chefin will eine Eule sein

„Ich mag Eulen. Sie sind sehr weise Tiere“, sagt Christine Lagarde. Deutschland ist für sie ein wichtiges, aber nicht das einzige Land der Euro-Zone.
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Sie fordert eine neue Sprache der EZB. Quelle: AFP
Christine Lagarde vor der EZB-Zentrale in Frankfurt

Sie fordert eine neue Sprache der EZB.

(Foto: AFP)

Frankfurt Die neue Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, lehnt ihre Einordnung in eines der beiden herkömmlichen geldpolitischen Lager ab. Sie wolle weder zu den sogenannten Tauben gezählt werden, die eher für eine lockere Geldpolitik eintreten, noch zu den eine straffere Ausrichtung befürwortenden Falken.

„Ich hoffe, ich werde stattdessen eine Eule sein“, sagte sie der Wochenzeitung „Die Zeit“ in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview. „Ich mag Eulen. Sie sind sehr weise Tiere“, sagte die Französin.

Die ehemalige Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat zu Monatsbeginn den Italiener Mario Draghi an der Spitze der Euro-Notenbank abgelöst. Dessen achtjährige Amtszeit war im Oktober abgelaufen.

Lagarde ist die erste Frau im Chefsessel der EZB. Zum Einfluss der einzelnen Länder in der Notenbank sagte sie, Deutschland sei wichtig, aber es sei eines von 19 Ländern der Euro-Zone.

„Ja, es ist eine sehr große Volkswirtschaft, aber alle anderen müssen auch an Bord sein“, fügte sie hinzu. Ihre ersten Ziele im Amt seien, das Mandat zu erfüllen und sicherzustellen, dass das Team funktioniere. „Das sind meine zwei Gebote“, sagt sie.

Lagarde bekräftigte zudem frühere Ankündigungen, die Kommunikation der Notenbank mit der Bevölkerung verbessern zu wollen. Dabei müsse die EZB auch ihre Sprache ändern.

„Wenn man die Öffentlichkeit anspricht, bedeutet QE gar nichts“, sagt sie in Anspielung auf den Fachbegriff Quantitative Easing (QE). So werden unter Notenbankexperten die großangelegten Anleihenkäufe der EZB bezeichnet.

Mehr: Die EZB-Debatte zeigt: Wie Ökonomen eine Entscheidung der Zentralbank kommentieren werden, weiß man oft, bevor man sie fragt. Das ist bedauerlich, meint Frank Wiebe.

  • rtr
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