Eurostat Inflation im Euroraum niedriger als erwartet

Die Inflation in der Euro-Zone ist im November auf 1,5 Prozent gestiegen - und damit etwas geringer als erwartet. Das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank von knapp zwei Prozent bleibt in weiter Ferne.
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Am Donnerstag wurden neue Inflationszahlen aus der Euro-Zone veröffentlicht. Quelle: dpa
Entwicklung der europäischen Preise

Am Donnerstag wurden neue Inflationszahlen aus der Euro-Zone veröffentlicht.

(Foto: dpa)

BrüsselDie Inflation in der Euro-Zone ist im November auf 1,5 Prozent gestiegen. Diese erste Schätzung gab das Europäische Statistikamt (Eurostat) am Donnerstag bekannt. Mit 1,5 Prozent Preissteigerung bleibt die Preisentwicklung innerhalb der Euro-Zone weiter unter der Zielmarke der Europäischen Zentralbank. Die EZB strebt eine Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent an. Zudem will sie sicherstellen, dass dieser Wert stabil bleibt, sollte sie eines Tages eine nicht mehr so expansive Geldpolitik fahren. Davon ist die aktuelle Entwicklung noch ein ganzes Stück weit entfernt. Für Notenbankchef Mario Draghi und seine Kollegen wird die Geldpolitik dadurch noch komplizierter.

Im Oktober hatte die EZB entschieden, ihre milliardenschweren Anleihekäufe ab Anfang 2018 zu halbieren und mindestens bis September nächsten Jahres fortzuführen. Einige Ratsmitglieder wie der Niederländer Klaas Knot oder Direktoriumsmitglied Benoît Cœuré setzen sich dafür ein, die Käufe dann auslaufen zu lassen. Bislang hält die EZB in ihrer sogenannten "Forward Guidance" an der Klausel fest, dass die Anleihenkäufe auf jeden Fall so lange weiter laufen werden, bis die Inflation sich nachhaltig dem Ziel von knapp zwei Prozent nähert. Die Verknüpfung könnte sie aber demnächst lösen.

Mit 1,5 Prozent fiel die Inflation im November etwas niedriger aus als erwartet. Experten hatten einen Wert von 1,6 Prozent vorhergesagt. Im Oktober lag die europäische Inflation mit 1,4 Prozent leicht unter dem Novemberwert.

Für Energie mussten die Menschen in der Euro-Zone erneut tiefer in die Tasche greifen: Sie verteuerte sich mit 4,7 Prozent deutlich stärker als im Oktober mit damals 3,0 Prozent. Lebensmittel, Alkohol und Tabak kosteten diesmal 2,2 Prozent mehr. Dienstleistungen verteuerten sich um 1,2 Prozent.

Auch in Deutschland haben steigende Ölpreise die Inflation im November nach oben getrieben. Waren und Dienstleistungen kosteten hierzulande durchschnittlich 1,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt bereits am Mittwoch mitteilte. Ökonomen hatten nur 1,7 Prozent erwartet. Im Oktober lag die deutsche Teuerungsrate noch bei 1,6 Prozent, im September und August bei jeweils 1,8 Prozent.

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