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Ex-Fed-Chefin Ex-Fed-Chefin Yellen kritisiert indirekt Trumps Finanzpolitik

Als Fed-Chefin war sie eine der wichtigsten Taktgeberinnen der Weltwirtschaft. Jetzt kritisiert die Ex-Notenbankerin Trumps Politik.
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Die ehemalige Fed-Chefin vermisst die Dynamik in der US-Wirtschaft. Quelle: Reuters
Janet Yellen

Die ehemalige Fed-Chefin vermisst die Dynamik in der US-Wirtschaft.

(Foto: Reuters)

FrankfurtJanet Yellen hat die hohe Verschuldung der USA kritisiert. Die ehemalige Chefin der US-Notenbank Fed sagte auf einer Konferenz der Fondsgesellschaft Amundi in Paris, die Kombination von hoher Verschuldung und Überalterung der Bevölkerung bereite ihr „große“ Sorgen.

Sie sagte: „Durch die Steuerreform wird die Verschuldung noch weiter steigen, obwohl sie jetzt schon nicht gerade niedrig ist.“ Sie nannte den Namen von US-Präsident Donald Trump nicht, der diese Steuerreform angestoßen hat. Zugleich bezog sie sich auf Schätzungen, nach denen diese Reform das Wachstum in den USA nur geringfügig anschieben werden, sie sprach von „Zehnteln Prozenten“.

Yellen zeigte sich relativ pessimistisch mit Blick auf das sogenannte Potenzialwachstum, also die langfristig mögliche Wachstumsrate der Wirtschaft. Ihrer Einschätzung nach liegt diese bei nur etwa 1,75 Prozent pro Jahr. „Die US-Wirtschaft hat an Dynamik verloren“, sagte sie und räumte ein, die Gründe dafür nicht genau benennen zu können.

Sie merkte aber an, dass in starken Jahren wie etwa den 90ern eine große Rolle gespielt habe, dass erfolgreiche Firmen Personal und Kapital angezogen und damit auch von weniger produktiven Unternehmen abgezogen hätten. Kritiker der weichen US-Geldpolitik, für die ab 2014 bis ins laufende Jahr hinein Yellen verantwortlich war, vertreten manchmal die These, das leichte Geld habe genau diesen Auswahlprozess erlahmen lassen und ineffiziente Firmen überleben lassen.

Yellen thematisierte auch die Frage nach der Finanzstabilität. „Es ist eine offene Frage, inwieweit Notenbanken dafür verantwortlich sind“, sagte sie. „Übereinstimmung scheint es nur in dem Punkt zu geben, dass die Finanzaufsicht die erste Verteidigungslinie sein sollte.“ Amtierende Notenbanker versuchen oft, die Verantwortung für Finanzstabilität möglichst weit von sich weg zu schieben.

Yellen äußerte sich zuversichtlich und vertrat die Ansicht, das Finanzsystem sei stabiler als vor der letzten Finanzkrise. Sie nannte aber die Preise an den Kapitalmärkten recht hoch. „Das muss nicht notwendigerweise eine Blase bedeuten“, sagte sie. Sie räumte aber ein, dass unter anderem das Auslaufen der weichen Geldpolitik zu einem Fall der Preise und vor allem zu einer stärkeren Berücksichtigung von Risiken führen könnte. 

Sie zeigte sich aber wegen der heute geringeren Verschuldung der Banken zuversichtlich, dass eine Krise an den Märkten nicht gleich zu einer neuen Finanzkrise führen würde.

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