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EZB-Anleihenkäufe „Geldpolitik allein belebt Wirtschaft nicht“

Die Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank allein reichen laut Experten von Standard & Poor's nicht aus, um einen langfristigen Aufschwung der Euro-Zone zu sichern. Sie warnen vor Selbstzufriedenheit in der Politik.
19.03.2015 - 20:11 Uhr Kommentieren
Die EZB will bis September 2016 pro Monat Staatsanleihen und andere Wertpapiere im Volumen von 60 Milliarden Euro kaufen. Quelle: dpa
Präsident der Europäischen Zentralbank Mario Draghi

Die EZB will bis September 2016 pro Monat Staatsanleihen und andere Wertpapiere im Volumen von 60 Milliarden Euro kaufen.

(Foto: dpa)

London Das Anleihenkaufprogramm der EZB ist nach Einschätzung der Ratingagentur Standard & Poor's keine Gewähr für eine Belebung der Wirtschaft in der Euro-Zone. Diese werde ausbleiben, wenn die Länder nicht eine Reihe von Strukturproblemen lösten, erklärte S&P-Experte Moritz Krämer in einer am Donnerstag vorgelegten Studie.

Er sprach von vier zentralen Herausforderungen: die Alterung der Gesellschaft, die nachlassende Globalisierung, sinkende Produktivitätsfortschritte sowie geringe Investitionen als Folge der Schuldenlasten. Sollten diese Aufgaben nicht angegangen werden, könnten sich Hoffnungen auf einen Konjunkturaufschwung zerschlagen, warnte Krämer.

„Das Ergebnis könnte sein, dass die Länderratings in der Region erneut unter Druck geraten.“ Die Europäische Zentralbank will bis September 2016 pro Monat Staatsanleihen und andere Wertpapiere im Volumen von 60 Milliarden Euro kaufen. Damit soll die Kreditvergabe der Banken und damit die Konjunktur angeschoben werden.

Experten sprechen von einer quantitativen geldpolitischen Lockerung (QE). „Geldpolitische Maßnahmen wie QE können zu einer kurzfristigen Stabilisierung der Volkswirtschaften beitragen“, erklärte Krämer. „Aber wenn sie zu Selbstzufriedenheit in der Politik führen, können sie auf lange Sicht kontraproduktiv sein.“

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