EZB-Anleihenkaufprogramm Draghi erhöht Tempo der Anleihenkäufe

Das EZB-Kaufprogramm erlebt eine leichte Tempoverschärfung: Die Anleihenbestände stiegen mit 248,9 Milliarden Euro auf ein Rekordlevel. Allein in der vergangenen Woche sollen elf Milliarden Euro ausgegeben worden sein.
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Im letzten Licht ragt die Zentrale der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt vor der Bankenskyline auf. Quelle: dpa
EZB in Frankfurt

Im letzten Licht ragt die Zentrale der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt vor der Bankenskyline auf.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Europäische Zentralbank (EZB) hat bei ihrem Mammut-Programm zum Ankauf von Staatsanleihen das Tempo wieder geringfügig erhöht. Die EZB und die nationalen Notenbanken erwarben seit dem Start der Käufe am 9. März inzwischen Bonds im Volumen von 248,9 Milliarden Euro, wie die Währungshüter am Montag mitteilten.

In der Woche bis zum 31. Juli nahmen sie dabei für 11,0 Milliarden Euro zusätzliche Staatsanleihen in ihre Bücher. In der Woche davor waren es noch Anleihen für 10,3 Milliarden Euro gewesen. Die EZB hatte angekündigt, je Monat im Schnitt Wertpapiere im Volumen von rund 60 Milliarden Euro zu erwerben. Während der Ferienzeit sollen die Käufe allerdings etwas zurückgehen.

Insgesamt will die EZB bis September 2016 Wertpapiere im Umfang von 1,14 Billionen Euro kaufen. Dazu gehören neben Staatsanleihen auch Pfandbriefe („Covered Bonds“) und Hypothekenpapiere („ABS“). Mit der Geldflut will EZB-Chef Mario Draghi die Banken dazu bewegen, mehr Kredite an die Wirtschaft zu vergeben. Die Idee: Erwerben die Notenbanken massiv Anleihen, sinken deren Renditen und sie werden in der Folge als Investment für die Geldhäuser weniger attraktiv.

Die Vergabe von Krediten wird im Vergleich dazu lukrativer. Die Konjunktur würde angeschoben und was auch die Inflation anheizen würde. Diese liegt aktuell noch längst nicht auf dem von der EZB gewünschten Niveau. Im Juni lag die Teuerung im Währungsraum lediglich bei 0,2 Prozent.

Mittelfristig peilt die Ezb aber einen Preisanstieg von knapp zwei Prozent an, den sie als ideal für die allgemeine Wirtschaftsentwicklung betrachtet. Griechische Anleihen sind aktuell nicht Teil des Kaufprogramms. Sie erfüllen derzeit nicht die Voraussetzungen

  • rtr
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