EZB-Direktor Coeure „Bei nächster Krise wäre Geldpolitik noch extremer“
Die Zentrale der EZB in Frankfurt am Main.
Brdo pri Kranju Eine weitere Finanzkrise in Europa könnte die EZB nach Einschätzung von Notenbank-Direktor Benoit Coeure an ihre Grenzen treiben. In diesem Fall wäre es womöglich geldpolitisch nötig, kurzfristige Zinsen noch tiefer in den negativen Bereich zu setzen, warnte der Franzose am Freitag auf einer Veranstaltung in Slowenien. „Oder es könnte erforderlich sein, Vermögenstitel zu erwerben, die riskanter sind als öffentliche Schulden oder Firmenschulden.“ Womöglich gerate die EZB dann gefährlich nah an eine Finanzierung von Staaten.
Noch immer sind aus Sicht des EZB-Direktors viele der institutionellen Schwachstellen nicht behoben, die für die vergangene Krise mitverantwortlich gewesen seien. So sei bislang nur ein geringer Teil der Reformvorschläge der EU von den Ländern umgesetzt worden. Auch die Bankenunion sei noch nicht vollendet. Coeure erwähnte in diesem Zusammenhang die geplante gemeinsame Einlagensicherung für Bankeinlagen in Europa, wogegen sich Deutschland allerdings bislang sträubt.
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