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EZB-Direktor Coeure „Bei nächster Krise wäre Geldpolitik noch extremer“

Sollte es in Europa erneut zu einer Finanzkrise kommen, könnte das die EZB an ihre Grenzen bringen. Notenbank-Direktor Coeure warnte davor, dass in einem solchen Fall die Geldpolitik noch extremer werden könnte.
02.02.2018 - 16:02 Uhr Kommentieren
Die Zentrale der EZB in Frankfurt am Main. Quelle: dpa
Europäische Zentralbank

Die Zentrale der EZB in Frankfurt am Main.

(Foto: dpa)

Brdo pri Kranju Eine weitere Finanzkrise in Europa könnte die EZB nach Einschätzung von Notenbank-Direktor Benoit Coeure an ihre Grenzen treiben. In diesem Fall wäre es womöglich geldpolitisch nötig, kurzfristige Zinsen noch tiefer in den negativen Bereich zu setzen, warnte der Franzose am Freitag auf einer Veranstaltung in Slowenien. „Oder es könnte erforderlich sein, Vermögenstitel zu erwerben, die riskanter sind als öffentliche Schulden oder Firmenschulden.“ Womöglich gerate die EZB dann gefährlich nah an eine Finanzierung von Staaten.

Noch immer sind aus Sicht des EZB-Direktors viele der institutionellen Schwachstellen nicht behoben, die für die vergangene Krise mitverantwortlich gewesen seien. So sei bislang nur ein geringer Teil der Reformvorschläge der EU von den Ländern umgesetzt worden. Auch die Bankenunion sei noch nicht vollendet. Coeure erwähnte in diesem Zusammenhang die geplante gemeinsame Einlagensicherung für Bankeinlagen in Europa, wogegen sich Deutschland allerdings bislang sträubt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat gerade erst damit begonnen, erste vorsichtige Schritte hin zu einer weniger expansiven Ausrichtung zu wagen, da sich die konjunkturelle Erholung im Euro-Raum inzwischen gefestigt hat. Der Leitzins liegt aber immer noch auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Zudem müssen Banken weiterhin Strafzinsen zahlen, wenn sie über Nacht bei der Notenbank Liquidität parken.

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