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EZB-Direktor Cœuré „Können nicht allein Konjunkturerholung schaffen“

Seit Jahren hält die Europäische Zentralbank den Leitzins niedrig. Seit vergangener Woche liegt er offiziell bei null. EZB-Direktor Benoît Cœuré mahnt die Länder zu mehr Eigeninitiative, um die Wirtschaft anzukurbeln.
Seit 2012 sitzt der Franzose im EZB-Direktorium. Quelle: dpa
Benoît Cœuré

Seit 2012 sitzt der Franzose im EZB-Direktorium.

(Foto: dpa)

Paris EZB-Direktor Benoît Cœuré hat die Euro-Länder aufgefordert, mehr zur Förderung von Wachstum in der Euro-Zone zu unternehmen. Die Europäische Zentralbank (EZB) könne nicht allein die Bedingungen für eine nachhaltige Konjunkturerholung schaffen, sagte das Mitglied des Führungsgremiums der Europäischen Zentralbank (EZB) am Montag auf einer Veranstaltung in Paris. „Dies erfordert eine abgestimmte Anstrengung hinsichtlich der Wirtschafts- und Haushaltspolitik“, sagte Cœuré. So könnten alle Länder ihre Steuerstrukturen wachstumsfördernder gestalten. Öffentliche Ausgaben könnten zudem in Richtung Investitionen, Forschung und Bildung umgeschichtet werden.

Frankreichs Notenbank-Chef François Villeroy de Galhau zufolge ist die Euro-Zone wegen des Ölpreisrutsches und der Wachstumsabschwächung in Schwellenländern mit „deflationärem Druck“ konfrontiert. Er sehe aber keine Abwärtsspirale aus fallenden Preisen, sinkenden Löhnen und Vermögenspreisen, sagte der Notenbanker. Eine solche Entwicklung wird in der Fachwelt als Deflation bezeichnet. Villeroy de Galhau wies zudem darauf hin, dass es für die Glaubwürdigkeit der EZB wichtig sei, an ihrem Inflationsziel von mittelfristig knapp zwei Prozent festzuhalten.

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte unlängst den Schlüsselsatz zur Geldversorgung der Banken erstmals auf 0,0 Prozent gesenkt. Außerdem erhöhten die Euro-Wächter den monatlichen Umfang ihrer umstrittenen Anleihenkäufe und verschärften den Strafzins für Banken, wenn diese bei der Notenbank über Nacht Geld parken.

Der Handelsblatt Expertencall
  • rtr
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