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EZB-Direktor Panetta: EZB sei im Zweifelsfall zu weiteren Hilfsschritten bereit

Hilfen stünden etwa bereit, wenn ein Kursanstieg des Euro die Wirtschaft belaste. Die EZB hat erst vergangene Woche ein neues Hilfspaket auf den Weg gebracht.
14.12.2020 - 13:58 Uhr Kommentieren
Die EZB steht aus Sicht des Notenbank-Direktors für weitere Hilfen bereit, sollte dies nötig sein. Quelle: Reuters
Fabio Panetta

Die EZB steht aus Sicht des Notenbank-Direktors für weitere Hilfen bereit, sollte dies nötig sein.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Die EZB steht aus Sicht von Notenbank-Direktor Fabio Panetta für weitere Hilfen zur Stützung der Konjunktur im Euro-Raum parat, sollte dies nötig sein. Dies gelte auch für den Fall, dass ein unerwünschter Kursanstieg des Euro die Wirtschaft belaste, sagte das Mitglied des sechsköpfigen Führungsteams der Europäischen Zentralbank (EZB) am Montag auf dem Rom Investment Forum 2020.

„Wir sind bereit, alle unsere Instrumente anzupassen, falls Gefahren für den Ausblick entstehen, einschließlich solcher, die von Wechselkursdynamiken herrühren“, sagte Panetta. „Wir können unsere Entschlossenheit garantieren, die Wirtschaft zu unterstützen.“ Die Stabilisierungsanstrengungen sollten anhalten, bis die Wirtschaft wieder auf einen soliden, beständigen Erholungspfad eingeschwenkt ist.

Die EZB hatte erst in der vergangenen Woche ein umfassendes neues Hilfspaket auf den Weg gebracht, um der von der zweiten Pandemiewelle gebeutelten Konjunktur im Euro-Raum unter die Arme zu greifen.

Sie beschloss unter anderem weitere Anleihekäufe von 500 Milliarden Euro in ihrem Pandemie-Programm PEPP. Dazu kommen günstigere Konditionen ihrer großen Geldspritzen für Banken.

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    Ein starker Euro mitten in der Corona-Krise kommt für die Notenbank zur Unzeit. Denn dadurch werden Importe günstiger, was die Inflation zusätzlich dämpft.

    „Es sollten hier keine Zweifel bestehen: Die EZB wird es nicht akzeptieren, sollte sich die Inflation auf Niveaus einpendeln, die mit ihrem Ziel nicht übereinstimmen“, sagte Panetta.

    Die EZB peilt knapp zwei Prozent Teuerung als Idealwert für die Wirtschaft an, verfehlt diese Marke aber bereits seit Jahren. Die Teuerungsrate war zuletzt sogar negativ. Im November lag sie bei minus 0,3 Prozent.

    Mehr: Bundesbank erwartet wegen der Corona-Pandemie mehr Zombie-Unternehmen.

    • rtr
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