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EZB erwägt neuen Wertpapier-Kauf Riskantes Spiel mit „Massenvernichtungswaffen“

Die wachsende Verzweifelung über die eigene Ohnmacht treibt die EZB zu gewagten Manövern. Unter Draghis Führung überlegt die Notenbank nun offenbar, faule Kredite von Firmen aufzukaufen. Das wäre legal, aber gefährlich.
08.05.2013 - 14:57 Uhr
EZB-Präsident Mario Draghi. Quelle: dpa

EZB-Präsident Mario Draghi.

(Foto: dpa)

Berlin Erinnern Sie sich noch an ABS? Nein, ein Antiblockiersystem wie im Auto ist nicht gemeint. Eher das Gegenteil. Auf den Finanzmärkten steht das Kürzel für Asset-Backed Securities - also verzinsliche Wertpapiere, die durch Forderungen gegenüber Dritten abgesichert sind. Das klingt ungefährlich, ist es aber nicht.

Vor 2007 wurden diese Derivate von Banken gerne dazu benutzt, hochriskante Kreditforderungen zusammenzubinden, um sie dann an allzu naive Investoren in aller Welt weiterzuverkaufen. Verbriefung nannte man das beschönigend, als ob diese "finanziellen Massenvernichtungswaffen" (Warren Buffett) aus der Poststelle kämen.

Nun holt ausgerechnet die Europäische Zentralbank (EZB) das vermeintliche Teufelszeug wieder aus der Mottenkiste und preist ABS als mögliches Heilmittel für die Kreditklemme in den südeuropäischen Ländern an.

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