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EZB Irischer Notenbankchef hofft auf Aufschub

Altlasten machen es Irland immer noch schwer, das Vertrauen der Märkte zurück zu bekommen. Der irische Notenbankchef hofft daher, dass die EZB die Rückzahlungsfrist über mehrere Milliarden Euro aufschiebt.
08.12.2012 - 15:03 Uhr 11 Kommentare
Patrick Honohan , Chef der irischen Notenbank. Quelle: dpa

Patrick Honohan , Chef der irischen Notenbank.

(Foto: dpa)

Berlin Irlands Notenbankchef Patrick Honohan fürchtet, dass die hohen Bankenaltlasten des hilfebedürftigen Landes die Rückgewinnung von Vertrauen an den Anleihenmärkten bremst. Honohan forderte daher in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Samstag eine erhebliche Streckung der Rückzahlungsfrist für Milliardensummen an die Irische Zentralbank. "Wir brauchen mehr Zeit", sagte Honohan. Bis Ende März, wenn die nächste Rückzahlung fällig sei, sollte eine Lösung für das Problem gefunden sein. Einem solchen Zahlungsaufschub müsste die Europäische Zentralbank (EZB) zustimmen. Honohan hält es nach eigenen Worten für möglich, dafür eine juristisch "wasserdichte Lösung" zu finden, ohne dass der Notenbank der Vorwurf der monetären Staatsfinanzierung gemacht werden könne.

Hintergrund des irischen Problems ist, dass die Notenbank des Landes eingesprungen war, um dem Staat Kosten der Rettung von Banken des Landes abzunehmen. Es geht um eine Summe von 31 Milliarden Euro. Diese Hilfen muss der Staat nun binnen zehn Jahren zurückzahlen. Die vorgesehene Rückzahlung kommt laut Honohan aber nun zum falschen Zeitpunkt. Das Geld werde mit Sicherheit zurückgezahlt werden, doch brauche der Staat dafür mehr Zeit. "Mit einer solchen Neuregelung wäre die erfolgreiche Sanierung der Staatsfinanzen sehr viel besser abgesichert", warb der Zentralbankchef. So wie der Plan derzeit aber aussehe, erschwere er die Rückgewinnung von Vertrauen an den Märkten.

Irland ist neben Griechenland und Portugal eines der Länder, dem derzeit über den Euro-Rettungsschirm EFSF geholfen wird. Der Zentralbankchef des Landes verwies auf die Forschritte, die bei der Gesundung bereits gelungen seien. Inzwischen begebe die Regierung wieder Anleihen mit Laufzeiten von fünf und sieben Jahren. "Das ist ein sehr substanzieller Fortschritt, auch wenn wir noch nicht am Ziel sind", sagte Honohan. Ein Risiko für das sehr exportabhängige Land sei aber, wenn das Wachstum in der Euro-Zone nachlasse. Zudem mache die hohe private Überschuldung im Land weiterhin Sorgen.

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    11 Kommentare zu "EZB: Irischer Notenbankchef hofft auf Aufschub"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • "Das Geld werde mit Sicherheit zurückgezahlt werden, doch brauche der Staat dafür mehr Zeit. "

      Das bedeutet aber - es kostet mehr ! Denn mehr Zeit = mehr Geld !

      Warum bringt das Handelsblatt nichtmal ein paar große Artikel - die üblichen GELDLÜGEN von Europapolitiker !

      Im neuen System, das sicher kommen wird, müssen solche Leute, die so offensichtlich das Volk belügen, SOFORT von ihrem Amt zurücktreten.
      In einem Zinseszinsbasierten System MUSS man halt die Leute voll lügen - denn die die "unten" sind müssen schaffen für die die "oben" sind.
      Im neuens System wird es das auch nicht mehr geben.

    • "Das Geld werde mit Sicherheit zurückgezahlt werden, doch brauche der Staat dafür mehr Zeit. "

      Wer zieht endlich diese hirnlosen Stümper mit ihrem immer gleichen Geseiere von der sicheren Schuldenrückzahlung aber eben nicht heute sondern erst morgen aus dem Verkehr, die mit ihren verschleiernden Lügen und dem darauf beruhenden Schneeballsyste verhindern, dass wir zu den systemischen Ursachen des verlogenen Schuldenwahnsinns vordringen und damit echten und nachhaltigen Lösungen näher kommen?! Man fragt sich mittlerweile ob diese stoische Realitätsverweigerung der immer Gleichen Phrasendrescher nicht schon ein Fall für den Psychologen ist.

    • Da hat sich Burdas PR-Kamapange für Enda Kenny ja schon bestens ausgezahlt. Tante Angle macht jetzt gleich wieder den Geldbeutel auf und macht den Iren wieder mal ein unangebrachtes Milliardengeschenk.

      Und gleichzeit expandieren deutsche Firmen wie arvato Finance - Bertelsmann in ihren Dubliner Standorten um ihre "Steuervorteile" zu maximieren. Wir wissen ja wie das läuft Frau Angela: Nach oben buckeln, und nach unten treten ...

    • O.K. Was den verdammten Griechen recht ist, das ist den Iren billig. Das ganze zeigt aber auch, aus was für Blindgängern die Eurogruppe besteht. Denken war, ist und wird Glücksache bleiben.

    • Gleiches Recht auf Unterhaltszahlungen durch Deutschland für Alle! War doch abzusehen, daß nach den Wohltaten für die Griechen nun auch Irland und Portugal dasselbe für sich einfordern würden.
      Nun ja - wir haben's ja (noch!) und bezahlen gerne die Alimente für unsere abhängigen Kinder! Ist doch Weihnachten, und da gibt's immer Geschenke, und es ist doch doppelt schön, wenn man einen Blöden hat, der diese Geschenke bezahlt, d.h. den deutschen Michel, der auch nur am Stammtisch meckert, und dann wieder sein Kreuzchen im nächsten Jahr bei Mutti Merkel macht!
      Den Friedensnobelpreis werden die Deutschen nicht dafür bekommen, aber vielleicht durch Benedikt eine Heiligsprechung, und Merkel darf sich einen Heiligenschein aufsetzen?

    • Es war klar, dass die großzügigen Geschenke an Griechenland alle anderen Dauerempfänger ans Tageslicht holen würden. Also wird wieder gezahlt und Aufschub gewährt. Das Karussel dreht sich und darf nicht angehalten werden. Pervers ist aber die Eurodenke. dass jede Lösung gut ist, wenn sie juristisch nicht angefochten werrden kann, Es geht nicht mehr darum, was rechtens ist. Nein, maximal noch darum, wie Recht soweit gebeugt werden kann, dass man ncht dagegen klagen kann, Ehrlich, Putin ist harmlos imm Vergleich zu unserer europäischen Politikermischpoke.

    • Aber €1 Milliarde in Gehaltserhöhungen (Increments) kann sich der öffentliche Dienst 2013 in Irland noch leisten.

      Wo sind die 31 Milliarden Euro für die Anglo Irish Bank geblieben? Sean FitzPatrick verfügt immer noch über ein Guthaben von 45 Millionen Euro, Zeit die Verantwortlichen für die Misere heranzuziehen.

      Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken ob die atsronomischen Gehälter im Höheren Dienst in Irland auf 100,000 Euro gedeckelt werden können. Hochschulprofessoren mit 130,000 Euro Grundgehalt zu entlohnen endspricht nicht der Wirtschaftsleistung des Landes.

      Das Land hat eine Bevölkerungsgröße von Berlin und Haushaltsausgaben von fast 50 Milliarden Euro (Berlin 22 Milliarden). Zinslast nicht eingerechnet.

      Jetzt sollte man mal die Kirche wirklich mal im Dorf lassen. Der deutsche Steuerzahler ist nicht verpflichtet ausländische Luxus-Staatsausgaben zu finanzieren auch nicht in Form von "nur" Krediten.

      Angela Merkel was für ein Kasperletheater führen sie hier eigentlich auf?



    • Nur wenn die mächtigen Illuminaten und alle Politiker dieser Welt keine Macht mehr haben, wird eine wundervolle Welt geschaffen!
      Dafür sorge ich, Moralo

    • Die Sparmaßnahmen im Sinne der Troika sind natürlich absolut richtig. Nur die störrische Wirklichkeit verweigert sich dieser Einsicht. Im Klartext:

      Der Musterknabe neoliberaler Austeritätspolitik kriegt es nicht gebacken und verlangt erneut eine Sonderbehandlung. Trotz allen Schönredens durch einige Medien und trotz einer parasitären Politik des Steuerdumpings, auf Kosten ausgerechnet gerade der EU-Länder, deren geschädigte Steuerzahler die Iren nun wieder raushauen sollen.

      Dabei haben EU-Subventionen - inflationsbereinigt sprechen wir von einem dreistelligen Milliardenbetrag, bei einer Bevölkerung von nur 4,5 Millionen (!) seit den 70ern - diese schmarotzerhafte Politik erst ermöglichten.

      Die Bevölkerung, von den einfachen Leuten bis zur Mittelschicht, leidet, die jungen Leute verlassen das Land in Scharen, die Häuserpreise sind seit Februar 2007 landesweit um etwa 50% gefallen, die Binnenkonjunktur lahmt, die Arbeitslosigkeit und Staatsschulden wachsen.

    • Muss ich mal meine Bank fragen
      Ob die mir ordentlich Aufschub auf meinen Kredit geben, ab besten gleich die Hälfte erlassen.
      Scheint ja nun zum Gutem Ton zu gehören

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