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EZB-Mitteilung Mehr Kredite an Firmen im Euro-Raum trotz Konjunkturschwäche

Zuwächse bei Kreditvergaben an Unternehmen dürften in der EZB für Erleichterung sorgen. Sie sind aber laut einer Expertin „nur ein kleiner Lichtblick“.
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Trotz trüber Konjunkturaussichten gaben die Geldhäuser im Oktober 3,8 Prozent mehr Firmendarlehen aus als vor Jahresfrist. Quelle: dpa
Containerschiff im Hamburger Hafen

Trotz trüber Konjunkturaussichten gaben die Geldhäuser im Oktober 3,8 Prozent mehr Firmendarlehen aus als vor Jahresfrist.

(Foto: dpa)

Frankfurt Trotz eingetrübter Konjunkturaussichten haben die Banken im Euro-Raum wieder mehr Kredite an Unternehmen vergeben. Die Geldhäuser reichten im Oktober 3,8 Prozent mehr Firmendarlehen aus als vor Jahresfrist, wie die EZB am Donnerstag mitteilte. Im September hatte sich das Wachstum noch auf 3,6 Prozent abgeschwächt nach 4,2 Prozent im Vormonat. An die Privathaushalte vergaben die Banken im Oktober 3,5 Prozent mehr Kredite als ein Jahr zuvor. Das ist der stärkste Zuwachs seit Januar 2009.

„Es geht wieder aufwärts“, sagte die Kreditmarktexpertin Stephanie Schoenwald von der staatlichen Förderbank KfW. „Das dürfte in der EZB für Erleichterung sorgen, da der geldpolitische Handlungsspielraum nach dem jüngsten expansiven Maßnahmenpaket so gut wie ausgeschöpft ist.“ Es sei aber angesichts der Konjunkturschwäche „nur ein kleiner Lichtblick.“

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte wegen der mauen Konjunktur ihre Geldpolitik im September erneut gelockert. Die Währungshüter senkten ihren Einlagensatz für Banken auf minus 0,5 Prozent und beschlossen Erleichterungen für die Geldhäuser. Zudem legten sie ihr billionenschweres Anleihen-Kaufprogramm wieder auf. EZB-Präsidentin Christine Lagarde, die seit November im Amt ist, hatte signalisiert, den konjunkturstützenden Kurs ihres Vorgängers Mario Draghi fortzusetzen.

Die Geldmenge M3 wuchs im Oktober um 5,6 Prozent. Volkswirte hatten mit 5,5 Prozent gerechnet. M3 umfasst Bargeld, Einlagen auf Girokonten, auch Geldmarktpapiere und Schuldverschreibungen zählen dazu. Sie gilt als wichtige Bezugsgröße für die Geldpolitik. Auf mittlere bis lange Sicht gibt es Volkswirten zufolge einen Zusammenhang zwischen dem Wachstum der Geldmenge und der Inflation.

Mehr: Die EZB wird unter ihrer neuen Präsidentin Lagarde ihre Strategie prüfen. Dabei geht es auch um den Anstieg der Wohnkosten, der vielen Sorgen bereitet.

Der Handelsblatt Expertencall
  • rtr
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