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EZB-Politik Ratsmitglied sieht keinen Anlass zur Kursänderung

Die EZB hat ihre Geldschleusen im März noch weiter geöffnet. Einen Anlass, den Kurs der Währungshüter zu ändern, sieht Irlands Notenbank-Chef derzeit nicht. Sein Kollege aus Estland mahnt zur Geduld.
Die EZB-Experten hatten zur Ratssitzung im März ihre Erwartungen für die Preis- und Konjunkturentwicklung für die Jahre 2016 und 2017 zum Teil deutlich gedrosselt. Quelle: dpa
EZB in Frankfurt

Die EZB-Experten hatten zur Ratssitzung im März ihre Erwartungen für die Preis- und Konjunkturentwicklung für die Jahre 2016 und 2017 zum Teil deutlich gedrosselt.

(Foto: dpa)

Dublin/Tallinn Irlands Notenbank-Gouverneur Philip Lane sieht derzeit keinen Anlass, den aktuellen Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) zu ändern. Entscheidungen über weitere Maßnahmen der EZB hingen ganz von neuen Daten ab, sagte das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mittwoch in Dublin. Im März seien die Prognosen für die Inflation im Währungsraum gesenkt worden. Dies sei bedeutsam genug gewesen, um zusätzliche geldpolitische Schritte zu veranlassen. „Nun muss man sehen, wie die nächste Welle der Vorhersagen ausfällt.“

Die EZB-Experten hatten zur Ratssitzung im März ihre Erwartungen für die Preis- und Konjunkturentwicklung für die Jahre 2016 und 2017 zum Teil deutlich gedrosselt. Die EZB hatte daraufhin ihre Geldschleusen noch weiter geöffnet. Die Leitzinsen wurden gesenkt und neue supergünstige Kredite für Banken beschlossen. Zudem verstärkten die Euro-Wächter ihr in Deutschland umstrittenes, billionenschweres Staatsanleihen-Kaufprogramm, mit dem sie die Konjunktur beflügeln und für mehr Preisauftrieb sorgen wollen.

Estlands Notenbank-Gouverneur Ardo Hansson warb unterdessen in Tallinn für Geduld bei der Beurteilung, wie wirksam die Maßnahmen sind. Geldpolitik wirke mit langen Verzögerungen, dies müsse berücksichtigt werden. „Ich denke, es ist gut darauf hinzuweisen, dass wir etwas Geduld brauchen.“ Große negative Auswirkungen der niedrigen Ölpreise auf andere Bereiche der Wirtschaft – wie etwa die Lohnentwicklung – sehe er derzeit nicht. „Bislang haben sich diese in Grenzen gehalten.“

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