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EZB-Präsident Draghi „Wir haben uns nie für ein abruptes Ende ausgesprochen“

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Märkte reagieren erleichtert

+++ Kreditvergabe zieht an +++
Die Maßnahmen hätten die Kreditvergabe deutlich positiv beeinflusst, sagt Draghi. Die Kreditströme im Euro-Raum seien verstärkt worden, Unternehmen und private Haushalte hätten spürbar von der Geldpolitik profitiert. Gleichzeitig mahnte der EZB-Präsident an, die Regierungen der Euro-Staaten müssten die notwendigen Strukturreformen konsequenter durchsetzen.

+++ Risiken bleiben +++
Gleichzeitig betont der Präsident der EZB, dass es trotz stabiler Konjunktur nach wie vor Abwärtsrisiken gebe – etwa auf geopolitischer Ebene oder an den Devisenmärkten. In der Folge erläutert Draghi anhand makroökonomischer Größen das aktuelle Marktumfeld im Euro-Raum.

+++ Draghi spricht +++
Notenbankpräsident Draghi wiederholt die veröffentlichten Beschlüsse des EZB-Rats in einer Pressekonferenz. Dass die EZB die geldpolitische Wende einleite, sei ein Zeichen für das stärkere Vertrauen in die Konjunktur der Eurozone. Der Konjunkturausblick sei stabil, betont Draghi.

+++ Dax steigt über 13.000 +++
Anleger zeigten sich vorerst erleichtert. Der Dax stieg mit einem neuen Impuls nach der Publikation auf über 13.000 Punkte. Der Euro, zuvor um die Vortagesmarke gependelt war, verlor 0,5 Prozent.

+++ „Keine Hektik“ +++
In einer ersten Reaktion warnte Dr. Otmar Lang, Chefvolkswirt der Targobank, vor Aktionismus. Die Entscheidung sei keine Überraschung und auch nicht „die große Kurswende für Anleger“. „Insofern muss jetzt niemand in Hektik verfallen und seine Anlagestrategie komplett in Frage stellen“, sagte Lang. „Der richtige Beschluss zur richtigen Zeit“, kommentierte der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, Holger Schmieding. Die Entscheidung gebe der Wirtschaft und den Märkten weitgehende Sicherheit über den geldpolitischen Kurs bis September 2018.

+++ So erfolgt der Ausstieg +++
Das Volumen der Anleihekäufe beträgt derzeit 60 Milliarden Euro im Monat. In dieser Form läuft das Programm Ende des Jahres aus. In seiner Sitzung am Donnerstag hat der EZB-Rat beschlossen, ab Januar 2018 das Volumen auf 30 Milliarden Euro zu halbieren. Allerdings: Sollte sich das Marktumfeld ungünstig entwickeln, könnte die EZB die geldpolitischen Zügel erneut lockern und noch stärker Liquidität in den Markt pumpen.

+++ Geringe Inflation +++
Die Inflation im Euro-Raum lag im September bei 1,5 Prozent, deutlich unterhalb der erklärten Zwei-Prozent-Zielmarke der Europäischen Zentralbank. Seit nunmehr fast drei Jahren versucht die Notenbank die Inflation zu stärken, indem sie in großem Umfang Anleihen der Euro-Länder kauft.

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