EZB und die Krisenpolitik Vier Folgen von Draghis Geldschwemme

Am Donnerstag könnte die EZB massive Anleihekäufe beschließen. Sie gelten als Mittel gegen sinkende Preise. Doch damit sind auch eine Reihe von Nebenwirkungen verbunden. Einige könnten gefährlich werden.
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Mario Draghi, der Chef der EZB, hat viel vor – vielleicht schon am Donnerstag könnte er massive Anleihekäufe beschließen.

Mario Draghi, der Chef der EZB, hat viel vor – vielleicht schon am Donnerstag könnte er massive Anleihekäufe beschließen.

DüsseldorfGeldpolitik ist wie Medizin: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Das weiß auch Mario Draghi. Nach der EZB-Sitzung im Dezember lobte er die positiven Effekte von Staatsanleihekäufen (QE) in den USA und Großbritannien. Dort wächst die Wirtschaft seitdem wieder und die Preise steigen. Doch der EZB-Chef schickte eine Warnung hinterher: Der Fall Japans sei „schwieriger zu beurteilen“. Dort intervenierte die Notenbank sogar noch massiver, doch Impulse für das Wachstum sind schon nach wenigen Quartalen nicht mehr spürbar. 

Trotzdem wird Draghi wohl das Risiko eingehen. Die meisten Ökonomen rechnen damit, dass der EZB-Rat am Donnerstag massive Staatsanleihekäufe beschließt. Damit könnten die Währungshüter gegen sinkende Preise im Euroraum kämpfen. Im Dezember fiel die jährliche Inflationsrate auf minus 0,2 Prozent – und liegt damit meilenweit weg vom Zielwert von knapp zwei Prozent. Da die EZB die Preise nicht direkt beeinflussen kann, bleiben ihr nur indirekte Möglichkeiten. Sie muss hoffen, dass sich die Anleihekäufe über Wechselkurse, Finanzierungskosten, Vermögenspreise und Inflationserwartungen indirekt auf die Preisentwicklung auswirken. Handelsblatt Online analysiert die vier wichtigsten Wirkungskanäle von Anleihekäufen.

Manche dieser Effekte haben sich schon eingestellt, bevor die EZB auch nur eine Anleihe gekauft hat: So ist der Wechselkurs des Euros zum Jahresanfang auf ein Elf-Jahres-Tief gegenüber dem US-Dollar gefallen. Andere Impulse brauchen möglicherweise länger. Ein Überblick über die Wirkung von Staatsanleihe-Käufen:

Finanzierungskosten
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65 Kommentare zu "EZB und die Krisenpolitik: Vier Folgen von Draghis Geldschwemme"

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  • Wer ums Himmels Willen hat uns die Suppe eingebrockt? Kohl, Schröder, Merkel? oder Schäuble? Ich hör noch in meinen Ohren klingen: Nein der Euro ist kein Teuro! Und dass wir für die Schulden anderer Staaten auf keinen Fall aufkommen! Keinen Cent! Steht doch in den Verträgen drin! etc.pp. Wen können wir denn jetzt verklagen?

  • Es tritt nun das ein was viele bei Einführung des Euros vorausgesagt bzw. befürchtet haben: Die stärkeren Länder müssen nun für die schwächeren aufkommen. Nicht nur das, die Währung wird auch noch planmäßig entwertet. Man kann das am Außenwert des Euro sehen, der ist in den freien Fall übergegangen. Die Zeche bezahlen die Steuerzahler, die Sparer und die Rentner.

  • auch wenn es nicht "nett" ist
    aber

    herr d. hat nicht vergessen wer sein alter AG war
    und führt mit der mähr "der unausweichlichen globalisierung"
    krieg gegen die europäischen staaten und bürger
    es tut mir leid
    anders kann ich mir den m..... nicht erklären
    den er da verzappt

    hallo
    es gibt geld und keiner kann es ausgeben.

  • Dragi erinnert irgendwie an die Figur "Dagobert Duck" in seinem Geldspeicher in Entenhausen. Nur, daß Draghi den Lira-Geruch an sich trägt, der den kleinen Sparer mit kriminellen Aktionen um seine Lebensersparnisse und Altersversorgung bringt, während die "hochanständigen" Politiker in Berlin, vorneweg Mutti Fatima, die Mittäter sind. Und der hohle deutsche Michel geht als vorgeblicher Gutmensch gegen die ...gidas demonstrieren. Mal sehen, was passiert, wenn die Armut beginnt zu grassieren, dann werden die alten Sparer wohl in Sterbeanstalten, wie viele Altenheime das schon heute sind, abgeschoben, während die staatlichen Aasgeier und ihre Schergen sich auf den Rest stürzen. Das hat man ja zwischen 33 und 45 schon mal gesehen. Also wiederholt sich die Geschichte.

  • Zu Ihrem geistigen Erguss kann man nur noch sagen Narhalla Marsch Herr dissident

  • @Herr Werner Wilhelm

    Alle Staaten sind verschuldet.

    Bei wem eigentlich?

    Staaten verschulden sich zu 97% bei Banken und Versicherungen!!!
    ( Die Versicherungs AGs gehören auch den Bankstern )

    Wieso sprechen die Lügenmedien immer von "Investoren" und nicht Banken?

    Von "Kapitalmärkten" und nicht Banken?

    Von "Rendite" und nicht Zinsen?

    Woher haben die Bankster das ganze Geld um es den Staaten zu leihen, wenn sie doch selbst angeblich alle pleite sind bzw. gerettet werden müssen?

    Bankster schaffen ( Was viele nicht wissen ) Geld aus dem nichts ( per Kredit ) und verschulden/versklaven damit die ganze Menschheit!!!

    Die wichtigste Frage lautet: Wie entsteht Geld?

    Geld entsteht nur über Kredit!!!

    Geld = Schuld

    Jedem Euro/Dollar Guthaben steht ein Euro/Dollar Schulden gegenüber!!

    Jeder Euro/Dollar der im Umlauf ist, wurde den Staaten, Unternehmen und Menschen nur geliehen, und muss plus Zinsen an die internationalen Bankster zurückgezahlt werden!!
    ( Privatbanken bzw. deren EIGENTÜMER haben das Geldmonopol! )

    "So ist unser Geldsystem. Gäbe es keine Schulden, gäbe es kein Geld!" (Marriner Eccles, Präsident des privaten Federal Reserve Systems, am 30. September 1941)

    Warum erfahren wir in den Lügenmedien nichts über das Schuldgeldsystem bzw. Geldmonopol der internationalen Bankster?

    Da sollte man sich mal die Frage stellen, wem gehören eigentlich die Medien?

  • Die nahezu weltweit betriebene völlig unseriöse Geld- und Staatsschuldenpolitik wird unweigerlich zu einem Zusammenbruch des Weltschuldgeldsystems führen!

    Bei dem dann folgenden Geldpolitischen Neuanfang wird Gold wahrscheinlich seine traditionelle Rolle als unbestechlicher Anker eines seriösen Geldsystems spielen.

    Die geradezu absurden Bemühungen der Zentralbankster, die nunmehr schon seit Jahren ihre Gelddruckmaschinen bzw. Schuldenmaschinen heiß laufen lassen ( Geld entsteht nur über Kedit! ), können diese Entwicklung nicht verhindern. Im Gegenteil, sie sind der eigentliche Grund für die verheerende Lage, in der sich die Welt befindet.

    Mit dem massiven Einsatz einer perfektionierten medialen Massenpropagandamaschine wird den gutgläubigen Bürgern zwar vorgegaukelt, dass alles in bester Ordnung sei und Politikgangster und Bankster die Lage kontrollieren könnten.

    Auf Dauer kann dieses Lügengebilde aber nicht aufrechterhalten werden.
    Früher oder später werden sich die ökonomischen Gesetzmäßigkeiten wie immer in der Geschichte durchsetzen.

    Gold kann - im Gegensatz zu Papierwährungen bzw. Schuldenwährungen - nie Pleite gehen.
    Das ist eine Weisheit, die Sie nicht vergessen sollten.
    Denn Gold hat immer einen Gegenwert zu Waren und Geld.

    Auch nach einer Staatspleite bzw. Währungsreform!

    Die Worte des Großbanksters John Pierpont Morgan sprechen ebenfalls Bände:
    "Gold und Silber sind Geld. Alles andere ist nur Kredit!"

    Jeder der das nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" suchen.

  • das ist doch klar wie es weitergeht. Die Schweiz hat mehrere Möglichkeiten:
    1.weitermachen wie geplant und den Tourismus plus Export leiden lassen. Das setzt jede Menge Arbeitskräfte frei, die dann zurück in ihre Ursprungsländer gehen. Schon ist die Zuwanderung gestoppt
    2.zurückrudern und weiter wie bisher. Dann ist interessant wieviel Durchhaltevermögen die Helveten haben
    3. Ab in den € und mit den Wölfen heulen.

    Ich vermute mal, dass die Schweiz immer mal wieder intervenieren wird. Diese Währungsspekulation ist dann für die Schweiz sehr gewinnträchtig und wird so manche Heuschrecke in die Abwicklung stürzen. Die Exportindustrie könnte mit subventionierten SWAP Absicherungen/Geschäften relativ unterstützt werden.

    Ich denke nicht, dass die Schweiz als Kopie für einen Austritt Deutschlands genommen werden kann. Würden wir aus dem € austreten wäre das das Ende des €. Die Abwicklung wäre ein politisches Kräftemessen mit mir unbekannten Ergebnis.

  • Was für eine Aufregung, es ist doch völlig klar was passieren wird: Der Euro wird noch weiter abstürzen!
    Frau Merkel schafft mit der EZB und Herrn Draghi, das die Währungsparität zum Schweizer Franken innert 30 Jahren um 50% gesunken ist. Gratulation, das hat vor ihr noch keiner geschafft und sie wird auch noch in Deutschland wiedergewählt. Mein Vater dreht sich im Grabe um, er wurde 1928 geboren und hat die damalige Währungskrise nicht erlebt. Eurobeitritt der Schweiz never!

  • @ Hallo Herr MXXX BXXX,
    Wo war eigentlich Ihr Aufschrei, Ihr Protest und Widerstand als die deutsche Politik all diese Dinge politisch entschieden hat?
    Wer sich nicht wehrt, akzeptiert die Verhältnisse!
    Morgen wird durch EZB-Geldflutung der engültige Ausverkauf Deutschlands und seiner Bürger beschlossene Sache sein.
    Und was macht der deutsche Michel, „Dschungelcamp“ glotzen.


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