Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

EZB-Vorbereitungen 500-Euro-Schein vor dem Ende?

Die höchste Banknote im Euro-Raum steht zur Disposition. Die Europäische Zentralbank (EZB) will Änderungen vornehmen und hat bereits technische Vorkehrungen getroffen. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.
04.02.2016 - 18:59 Uhr
Der Lieblingsschein von Kriminellen. Quelle: dpa
500-Euro-Schein

Der Lieblingsschein von Kriminellen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der 500-Euro-Schein hat schon lange einen schlechten Ruf. Kunden, die ihn über den Ladentisch reichen, ernten in vielen Geschäften nur Kopfschütteln. Die lilafarbene Banknote gilt als Lieblingsschein von Kriminellen, weil sich damit auch hohe Summen leicht und ohne Spuren verschieben lassen. Die zwielichtige Rolle könnte dem Schein nun zum Verhängnis werden: Die Europäische Zentralbank (EZB), die EU-Kommission und die europäische Polizeibehörde Europol prüfen derzeit, wie stark Scheine mit hohem Nennwert für kriminelle Zwecke und zur Terrorfinanzierung verwendet werden und ob weitere Schritte nötig sind.

Wenn es um die Abschaffung des 500-Euro-Scheins geht, hätte die EZB das letzte Wort. Notenbank-Chef Mario Draghi hat diese Woche vor dem Europaparlament bestätigt, dass die EZB sich seit einiger Zeit mit den Banknoten mit hohem Nennwert befasse (das Handelsblatt berichtete). Die technischen Arbeiten seien vorgenommen, um diese genauer zu untersuchen, so Draghi. „Wir wollen Änderungen vornehmen, aber in geordneter Weise.“ Es gehe darum, „wie man eine Entscheidung am besten umsetzen und kommunizieren könne.“ Noch habe die EZB habe aber keine Entscheidung getroffen, so Draghi.

Bei der Euro-Einführung entschied man sich für einen 500-Euro-Schein, weil es in sechs Mitgliedsländern wie etwa Deutschland und den Niederlanden vorher Scheine mit ähnlichem Wert gegeben hatte. Zum Beispiel in Deutschland den 1000-Mark-Schein oder in den Niederlanden die 1000-Gulden-Note. Seit der Einführung der Banknoten der Gemeinschaftswährung hat allerdings die Verbreitung des 500-Euro-Scheins stärker zugenommen als die anderer Scheine. Laut einem Bericht der europäischen Polizeibehörde Europol machen 500-Euro-Scheine etwa ein Drittel des Banknotenumlaufs aus, obwohl sie normalerweise kaum für Zahlungen im Alltag verwendet werden. Bei Kriminellen sind die 500-Euro-Scheine deshalb so gefragt, weil sich damit viel Geld auf einfache Weise transportieren lässt.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    Etwa die Hälfte der Banknoten kommt von der Bundesbank
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: EZB-Vorbereitungen - 500-Euro-Schein vor dem Ende?
    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%