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Falschgeld Weniger Euro-Blüten in Deutschland und im Euroraum

Die Zahl der sichergestellten Euro-Blüten ist in Deutschland und dem Euroraum gesunken. Offenbar zahlen sich neue Sicherheitsmerkmale aus.
24.01.2020 - 15:58 Uhr Kommentieren
Alte Geldscheine ersetzt die EZB nach und nach durch neue Banknoten mit mehr Sicherheitsmerkmalen. Quelle: dpa
Geldscheine

Alte Geldscheine ersetzt die EZB nach und nach durch neue Banknoten mit mehr Sicherheitsmerkmalen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Anstrengungen von Europas Währungshütern für mehr Sicherheit von Euro-Banknoten zeigen Wirkung: Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Fälschungen weiter - sowohl in Europa als auch in Deutschland.

559.000 falsche Euro-Scheine zogen Polizei, Handel und Banken nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) vom Freitag aus dem Verkehr. Damit sank die Zahl der Blüten zum Vorjahr um 4000 Stück und auf den niedrigsten Stand seit 2013 (670.000 Fälschungen). Der rechnerische Schaden lag im Jahr 2019 bei 29,2 Millionen Euro - nach 31,4 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

In Deutschland verringerte sich die Zahl der Falschnoten nach Zahlen der Bundesbank von gut 58.000 im Vorjahr auf 55.159. Der Schaden hierzulande sank mit 3,3 Millionen Euro auf das Niveau des Jahres 2014. „Wir sind stolz darauf, dass aufgrund der Qualität des Geldes die Fälschungen vor allem beim Fünfziger zurückgegangen sind“, sagte Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann. „Der Rückgang von insgesamt fünf Prozent ist beachtlich.“

Fünfziger und Zwanziger machen europaweit drei Viertel aller Fälschungen aus, in Deutschland ist der Anteil sogar noch höher. Laut den Daten waren hierzulande 56 Prozent der erfassten Blüten falsche Fünfziger - 24 Prozent der Fälschungen entfielen auf den 20-Euro-Schein.

Beermann führt den Rückgang der Fälschungen darauf zurück, dass die EZB und die ihr angeschlossenen nationalen Notenbanken eine zweite Serie von Euro-Scheinen mit neuen Sicherheitsmerkmalen in Umlauf gebracht haben. Seit 2013 hat sie Schritt für Schritt die Banknoten erneuert.

Als letzte Scheine der neuen Europa-Serie waren im Mai vergangenen Jahres neue 100- und 200-Euro-Banknoten in Umlauf gebracht worden. Der 500-Euro-Schein wird nach einer Entscheidung des EZB-Rates dagegen nicht mehr produziert. In Umlauf befindliche 500-Euro-Scheine bleiben jedoch gültig.

Zu den neuen Sicherheitsmerkmalen bei den 100- und 200-Euro-Scheinen zählt beispielsweise ein „Satelliten-Hologramm“, das sich rechts oben auf der Vorderseite befindet. Dort bewegen sich beim Neigen kleine Euro-Symbole um die Wertzahl und der aufgedruckte Wert „Hundert“ beziehungsweise „Zweihundert“ ändert die Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau. Außerdem gibt es wie schon beim Zwanziger und Fünfziger ein „Porträtfenster“. Hält man den Schein gegen das Licht, wird das Fenster durchsichtig und man sieht ein Porträt der griechischen Mythengestalt Europa.

Gemessen an der umlaufenden Gesamtmenge von Euro-Banknoten - aktuell sind es nach EZB-Angaben rund 24 Milliarden Stück - ist der Falschgeldanteil sehr gering. In Deutschland waren es im vergangenen Jahr nach Bundesbank-Berechnung sieben falsche Scheine je 10.000 Einwohner.

Mehr: Lange hat die EZB Einschränkungen von Barzahlungen in einzelnen Euro-Ländern wohlwollend beurteilt. Doch inzwischen hat sich ihr Ton deutlich geändert.

  • rtr
  • dpa
  • jam
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