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Fed-Chef Bernanke nimmt seine Geldflut in Schutz

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Bernanke bricht Lanze für Japans Notenbank

Bernanke betonte, die Inflation sei trotz der konjunkturstimulierenden Politik weiter im Zaum. Zugleich habe sich das Risiko einer Deflation - also ein Preisverfall auf breiter Front - deutlich verringert. Die Folgen einer solchen Entwicklung seien etwa in Japan zu besichtigen, betonte Bernanke.

Er unterstütze die Bemühungen der dortigen Notenbank, die Spirale aus sinkenden Preisen und nachlassender Investitionsneigung zu brechen. Damit unterstützte er ausdrücklich die Position des Fernost-Landes, dem Kritiker Währungsmanipulation vorwerfen.

Durch die von der dortigen Geldschwemme auf Talfahrt geschickte Landeswährung hat sich die Exportposition Japans im internationalen Wettbewerb verbessert. Bernanke betonte, er sehe in konjunkturstimulierender Geldpolitik generell kein Problem. Wenn alle Währungsräume, deren Wirtschaft einen Stimulus von der Notenbank benötige, diesen auch lieferten, sei doch "allen gedient".

Der Arbeitsmarkt bereitet der Fed jedoch noch immer die größten Sorgen. Die weiter relativ hohe Arbeitslosigkeit könne langfristig gravierende Folgen für die Wirtschaft der USA haben. "Sie bedeutet nicht nur für die Arbeitslosen und ihre Familien ein hartes Los, sondern schadet auch der Vitalität und dem Leistungsvermögen unserer Wirtschaft", warnte Bernanke.

Kritiker der Fed-Geldschwemme geben zu bedenken, dass der Arbeitsmarkt trotz aller Konjunkturspritzen und der Null-Zins-Politik noch längst nicht über den Berg ist. Im Januar stieg die Arbeitslosenquote sogar auf 7,9 Prozent.

Die von dem Fed-Chef angestoßene Anti-Krisen-Politik hat die Bilanz der Notenbank zugleich massiv aufgebläht. Sie ist mit einer Summe von drei Billionen Dollar nun drei Mal so groß wie 2008. Die Fed will ihre Anleihenkäufe jedoch solange beibehalten, bis eine Wende zum Besseren am Jobmarkt erreicht ist.

Finance Briefing
  • rtr
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5 Kommentare zu "Fed-Chef: Bernanke nimmt seine Geldflut in Schutz"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Und die tumben Menschen hören sich weiter all die Lügen dieser verlogenen Affen an und jagen sie nicht zum Teufel ....
    Armselig geht die Welt zugrunde ....

  • Goldman-Sachs und Bernanke haben sich wohl nicht genügend abgesprochen. Goldman-Sachs will unbedingt einen tieferen Goldpreis haben, um dann wieder zugreifen zu können, und Bernanke verteidigt seine Gelddruckerei.
    Fazit: Immer das Gegenteil dessen machen, was Goldman und Konsorten empfehlen und der Privatmann ist auf der sicheren Seite.

  • "Die Fed nehme die Risiken der Null-Zins-Politik für die Finanzstabilität gleichwohl "sehr ernst" "

    Klar - genauso ernst wie internationale Verbrechersyndikate die Papstwahl nehmen.

    Wenn Luft die er zum atmen nimmt vor Lügen faul werden könnte, der Gestank würde den halben Kontinent verpesten

  • Bernanke sprach von einer "wichtigen Stütze der konjunkturellen Erholung". Welche Erholung? Das fortwährende Gelddrucken hat einzig und alleine des vollständigen Zusammenbruch des ungedeckten Papiergeldsystems vorläufig verhindert. Würde die Fed all ihre Kaufprogramme einstellen, würde das Kreditsystem in Kürze vor dem Kollaps stehen. Bernanke und seine Mitstreiter wissen dies, jeder verantwortungsbewusste Notenbanker weiß dies. Aber für diese Leute dürfte es die bessere Wahl sein, den Kollaps des Systems noch möglichst lange hinauszuzögern. Kein Wunder, hängen doch ihre Jobs am Fortbestehen des Schuldgeldsystems. Das Gerede von "Erholung" und "besseren Daten" ist vor allem in den USA ein Witz, da werden Statistiken geschönt, dass einem Übel werden könnte. Und auf solch Statistiken baut in Wahrheit das gesamte Finanzsystem auf. Ein falscher Glaube an die Macht des Papiers verhindert die seit Jahren fällige Neukalibrierung des Systems. Immer mehr Kredit wird das System am Ende nicht retten können, da können Ben, Mario, Mervyn & Co tun was sie wollen. Schade, dass im US-Kongress nur wenige vom Schlage eines Ron Paul sitzen, die auch mal die unangenehmen Wahrheiten ansprechen. Spannende Zeiten liegen vor der westlichen Welt, die wahre Krise hat nämlich noch nicht einmal begonnen - auch wenn die Politik und deren Handlanger - die Zentralbanken - uns täglich anderes verkaufen wollen. Ein Papiergeldsystem hatte immer schon ein Ablaufdatum, warum soll es ausgerechnet diesmal anders sein?
    http://www.tutr.eu

  • Druckt, druckt, druckt nur! Druckt alles was ihr finden könnt. Druckt euch reich! Denn mehr Geld ist immer besser. Mehr Papier, bitte! Wer hat noch nicht, wer will nochmal? Druckt euch zu Tode. Danach werdet ihr sehen, dass Papier immer Papier bleiben wird. Es ist wie bei der Reise nach Jerusalem. Wer zuletzt begreift, dass die Musik aus ist, darf das Papiergeld behalten. Die Realwerte, wie Rohstoffe, Edelmetalle und Sachwerte sind dann weg. Mit dem ganzen Papier könnt ihr dann den Ofen befeuern.

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