Fed: Die kleinste Bemerkung kann ein Börsen-Beben auslösen: Darauf schaut die Finanzwelt in Jackson Hole
Der Fed-Chef wird am Freitag in Jackson Hole eine vielbeachtete Rede halten.
Foto: BloombergNew York, Frankfurt. Selten waren die Erwartungen an die führenden Geldpolitiker so hoch wie in diesem Jahr. Am Wochenende treffen sich Notenbanker und Ökonomen aus aller Welt in Jackson Hole, hoch oben in den Bergen des US-Bundesstaats Wyoming. In einem Touristenresort in wunderschöner Landschaft diskutieren sie über Geldpolitik, geben mitunter auch Signale draußen.
Von der Europäischen Zentralbank (EZB) reist allerdings die Chefin Christine Lagarde nicht an, wohl aber die deutsche Direktorin Isabel Schnabel, die ohnehin oft einen wichtigen Teil der Kommunikation nach außen übernimmt.
Die große Eröffnungsrede hält Jerome Powell, der Chef der US-Notenbank (Fed). Auf ihm lastet eine schwere Verantwortung. Er muss die Kontrolle über die Erwartungen an seine Geldpolitik, die ihn in den letzten Monaten immer wieder zu entgleiten drohte, wiedergewinnen.
Deswegen wird Jackson Hole, ohnehin das weltweit wichtigste regelmäßige Treffen seiner Art, in diesem Jahr besonders spannend. Jede noch so kleine Bemerkung kann Kursreaktionen auslösen, jedes ungeschickte Signal die Risiken der Inflation wiederaufflackern lassen oder die Gefahr einer schweren Rezession noch einmal verstärken.