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Fed-Entscheidung Bernankes letzter Streich

Bernanke hat gesprochen: Die US-Notenbank beginnt 2014 mit dem Tapering. Es ist die letzte große Entscheidung des Fed-Chefs. Seiner Nachfolgerin Janet Yellen hinterlässt er einen klar vorgezeichneten Pfad.
18.12.2013 - 23:07 Uhr 13 Kommentare

Ben Bernankes letzter Streich

Charlotte Ben Bernankes Amtszeit als Vorsitzender der US-Notenbank stand größtenteils im Zeichen der Krisenbewältigung. Daran ändert sich auch bis zum Schluss nichts: Die lockere Geldpolitik, die die Konjunktur stützen soll, setzt die Fed vorerst fort. Allein die monatlichen Anleihekäufe von bisher 85 Milliarden Dollar sollen ab Januar auf 75 Milliarden Dollar reduziert werden. Die US-Wirtschaft ist nach Ansicht der Fed also noch nicht wieder gesundet, aber zumindest ist der Patient nicht mehr bettlägerig.

Am besonders niedrigen Leitzins von null bis 0,25 Prozent hat die Fed nicht gerüttelt. Vielmehr machte sie deutlich, dass sich am Zins auch mittelfristig nichts ändern wird: Während Bernanke in der Vergangenheit versprochen hat, den Leitzins nahe null zu halten, bis die Arbeitslosigkeit unter 6,5 Prozent fällt, schlich sich in die heutige Stellungnahme des Offenmarktausschusses noch das Wörtchen „mindestens“ ein.

Auch bei einer niedrigeren Arbeitslosenquote können die Märkte also mit billigem Geld rechnen, solange die Inflation unter zwei Prozent liegt. Von den 17 Mitgliedern des Offenmarktausschusses rechnen zwei damit, dass der Leitzins 2014 erhöht wird, zwölf erwarten das für 2015 und drei für 2016.

„Wir erwarten, dass sich das Wachstum in den nächsten Jahren ausweitet“, sagte Bernanke nach der Bekanntgabe der Fed-Maßnahmen. Jedoch machte er auch klar, dass die Erholung nur langsam vorankommt – also kein Grund zur Euphorie. Die Märkte waren mit dem Kurs der Fed überaus zufrieden: Die Aktienkurse schossen nach oben, der S&P 500 notierte etwa eineinhalb Stunden nach der Ankündigung 1,4 Prozent im Plus, der Dow Jones 1,5 Prozent.

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    „Dem Markt gefällt diese Nachricht“, sagt Jeffrey Kleintop, Marktstratege bei LPL in Boston, der Agentur Bloomberg. „Dieser Schritt war sehr klein, mehr ein Test. Das deutet darauf hin, dass die Fed vorsichtig vorgehen wird.“ Die Märkte in Europa waren zur Zeit der Fed-Entscheidung bereits geschlossen.

    Es war das letzte Mal, dass Bernanke als Vorsitzender der Fed nach einer Sitzung des Offenmarktausschusses vor die Presse trat und eine Einschätzung der Wirtschaftslage präsentierte.

    Die nächste vierteljährliche Rede im März dürfte seine designierte Nachfolgerin Janet Yellen halten, die am 1. Februar ihre Arbeit als Fed-Vorsitzende aufnehmen wird – vorausgesetzt, der Senat nimmt ihre Nominierung an. Weder die Entscheidung zum Tapering noch der Zeitplan dafür wären jedoch anders ausgefallen, wenn kein Wechsel an der Fed-Spitze bevorstünde, sagte Bernanke.

    Janet Yellen, derzeit Vizevorsitzende der Federal Reserve, ist dafür bekannt, dass sie eine expansive Geldpolitik favorisiert. „Sie unterstützt unsere Entscheidungen von heute voll und ganz“, sagt Bernanke. Der Wechsel an der Fed-Spitze dürfte also nahtlos vonstattengehen.

    Fed sitzt zwischen den Stühlen
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    13 Kommentare zu "Fed-Entscheidung: Bernankes letzter Streich"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Vollkommen egal was Bernanke sagt.Wenn die Blase platzt,will´s wieder keiner gewesen sein.Das war doch 2000 oder 2007 nicht anders.
      Auch da wurde gesagt,dass die Niedrigzinspolitik im Vorfeld der Grundstein beider Blasen war,genau wie jetzt.

    • Zensur ist etwas anderes. Lesen Sie noch einmal genau nach. Abgesehen davon, dass es Unsinn ist, was Sie schrieben, verstieß es gegen unsere Netiquette. http://www.handelsblatt.com/netiquette

    • Liebe Redaktion,
      mein Mommentar war höchstens ein Denkanstoß.
      Was ihr macht ist " ZENSUR ", hatten wir alles schon mal!!

    • Entschuldigung aber sie haben es nicht verstanden.

      Wie der Name es vermuten lässt hat jede dieser Anleihen irgendwann mal eine Fälligkeit dh. indem Fall der Staat muss es der Fed zurückzahlen.

      Man kann dieses temporäre Mehr auch nicht einfach durch die Anzahl der Menschen eines Landes teilen sondern sollte sich mal anschauen wenn den die USA so alles bezahlen muss.

      Eine Zentralbank kann KEIN Geld drucken sondern nur welches verleihen ohne dafür eine Passiva zuhaben.

      Man druckt nur genau in einem Fall Geld und zwar indem jemand seine Schulden nicht mehr zurückzahlt und das Geld dauerhaft im Umlauf ist. Dadurch das regelmässig jemand Pleite geht mal ein Privathaushalt, mal ein Unternehmen oder eben auch mal ein ganzes Land erhöht sich die Menge Weltweit rund um die Uhr.

      Das temporäre und permanente Mehr kann nicht so schnell durch die Produktion in der Realwirtschaft ausgeglichen werden. Den Kredite man kann schneller herstellen als Produkte zum Anfassen. Somit entsteht ein Ungleichgewicht das wir Inflation nennen.

      Und diese globale Menge ist schon lange nicht mehr Gold besichert da Gold ein Rohstoff ist den wir seit Jahren mehr in der Elektronik nutzen als in Form von Schmuck und Goldbarren. Somit Gold auch eine miese Anlage ist da die Manipulation einfach viel zu gross ist. Wenn Edelmetalle dann immer nur welche die nicht so massiv in Massenprodukten einsetzt werden.

    • Man kann es auch so sehen:
      1. Das Drucken von neuem Geld aus dem Nichts (Quantitave Easing) wird mit fast unvermindertem Tempo fortgesetzt. Es werden in 2014 somit mindestens 12 x 75 Mrd. USD = 900 Mrd. USD neu gedruckt. Bei 7 Mrd. Menschen Weltbevölkerung sind das 10 USD pro Monat oder rund 120 USD pro Jahr. Da das Geldvermögen sehr ungleich verteilt ist, wird es Menschen in den westlichen Industrieländern mindestens mit dem 3-6 fachen treffen - sagen wir also mal mit rund 500 USD. => Liebe Amazon Mitarbeiter. Selbst wenn euer Streik 400 EUR pro Jahr mehr bringt, ist das schon wieder weg. :-)
      2. Die Renditen Anleihen steigen (Umlaufrendite, 10-jährige US Staatsanleihen, etc.) trotz der massiven Aufkäufe durch die FED. Die Notenbank hat also längst die Kontrolle über die Zinsmanipulationen verloren und steckt in der Zwickmühle.
      3. Damit die Menschen nicht aus dem ungedeckten Geldsystem fliehen und ihr Erspartes in Sicherheit bringen können, wird der Goldpreis spätestens bis Freitag nächster Woche über Future Verkäufe unter die wichtige Marke von 1'200 USD pro Unze gedrückt werden. Damit soll Gold als Alternative zum inflationären Papiergeld endgültig diskreditiert werden.
      5. Die Goldpreismanipulation stösst jedoch bald an ihre Grenzen, weil man zu diesen Preisen nicht mehr lange physisch liefern kann. Der Preis von real gehandeltem physischen Edelmetallen gewinnt langsam die Oberhand über den manipulierten Preis mit Papiergold an der COMEX und in London.
      6. Die Reduktion des Gelddruckens ist nur eine Versuch von Bernanke seine eigene Reputation zu retten. In den Geschichtsbüchern soll stehen, dass er mit dem Ausstieg aus der Inflationspolitik schon begonnen hatte, während Frau Yellen nur hätte damit weitermachen müssen. Deshalb ist er nicht Schuld an den folgenden Enteignungen der Bürger. Hat er gut gemacht und den Schwarzen Peter seiner Nachfolgerin zugespielt.

    • Halten wir uns an die Fakten:
      1. Das Drucken von neuem Geld aus dem Nichts (Quantitave Easing) wird mit fast unvermindertem Tempo fortgesetzt. Es werden in 2014 somit mindestens 12 x 75 Mrd. USD = 900 Mrd. USD neu gedruckt. Bei 7 Mrd. Menschen Weltbevölkerung sind das 10 USD pro Monat oder rund 120 USD pro Jahr. Da das Geldvermögen sehr ungleich verteilt ist, wird es Menschen in den westlichen Industrieländern mindestens mit dem 3-6 fachen treffen - sagen wir also mal mit rund 500 USD. => Liebe Amazon Mitarbeiter. Selbst wenn euer Streik 400 EUR pro Jahr mehr bringt, ist das schon wieder weg. :-)
      2. Die Renditen Anleihen steigen (Umlaufrendite, 10-jährige US Staatsanleihen, etc.) trotz der massiven Aufkäufe durch die FED. Die Notenbank hat also längst die Kontrolle über die Zinsmanipulationen verloren und steckt in der Zwickmühle.
      3. Damit die Menschen nicht aus dem ungedeckten Geldsystem fliehen und ihr Erspartes in Sicherheit bringen können, wird der Goldpreis spätestens bis Freitag nächster Woche über Future Verkäufe unter die wichtige Marke von 1'200 USD pro Unze gedrückt werden. Damit soll Gold als Alternative zum inflationären Papiergeld endgültig diskreditiert werden.
      5. Die Goldpreismanipulation stösst jedoch bald an ihre Grenzen, weil man zu diesen Preisen nicht mehr lange physisch liefern kann. Der Preis von real gehandeltem physischen Edelmetallen gewinnt langsam die Oberhand über den manipulierten Preis mit Papiergold an der COMEX und in London.
      6. Die Reduktion des Gelddruckens ist nur eine Versuch von Bernanke seine eigene Reputation zu retten. In den Geschichtsbüchern soll stehen, dass er mit dem Ausstieg aus der Inflationspolitik schon begonnen hatte, während Frau Yellen nur hätte damit weitermachen müssen. Deshalb ist er nicht Schuld an den folgenden Enteignungen der Bürger. Hat er gut gemacht und den Schwarzen Peter seiner Nachfolgerin zugespielt.

    • Oha, sind wir in der Zeit ein wenig stehen geblieben? Eigentlich sollte es mittlerweile auch der Letzte kapiert haben, dass eine solche Argumentation mehr als saublöd ist. Übrigens ist jüdisch eine Religion und keine Rasse! Das sind auch alles ganz normale Menschen.

    • Opium für das Volk....
      Das Finanzsystem crasht wenn 2015 der Leitzins angehoben wird.
      Die dafür generierten Derivate tun dann ihr Werk.
      Und das ist mit voller Absicht so geplant

    • Die Fed will - angeblich - die Anleihekäufe um $10Mrd ab 2014 zurückfahren, behält aber seine 0% Zinspolitik bei.
      Der Patient US-Wirtschaft wurde zwar vorläufig von der "Herz-Lungen Maschine" abgeklemmt, liegt aber immer noch auf der Intensivstation.

    • Hammer der Woche:

      Hab ich schon erwähnt dass die Polzeimutmaßlich versucht hat Strafanzeige gegen prügelnde Beamte dadurch zu verhindern daß sie die ganze Korrespondenz mit den Strafverfolgungsbehördren über einen Monat lang unterschlagen haben?

      Aktenzeichen 992 BS 7/13 Amtsgeericht Frankfurt a.M.

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