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Fed-Protokolle US-Notenbank will mit Niedrigzins durch die Krise steuern

Die Federal Reserve will den Leitzins vorerst zwischen null und 0,25 Prozent lassen. Die Notenbanker erwarten wegen Corona einen Konjunktureinbruch.
08.04.2020 - 21:35 Uhr Kommentieren
Die US-Notenbank hat den Markt mit umfangreichen Geldmitteln geflutet. Quelle: AFP
Fed-Chef Jerome Powell

Die US-Notenbank hat den Markt mit umfangreichen Geldmitteln geflutet.

(Foto: AFP)

Washington Die US-Notenbank Fed erwartet einen Konjunktureinbruch im Sog der Viruskrise und stemmt sich mit ihrem Niedrigzins dagegen. Dies geht aus den Protokollen der Sitzung vom 15. März hervor, die bereits unter dem Eindruck der Virus-Pandemie außer der Reihe und als Videokonferenz abgehalten wurde.

Die meisten Währungshüter waren sich demnach einig, dass es angemessen sein dürfte, den auf der Konferenz beschlossenen Zinskorridor von null bis 0,25 Prozent vorerst beizubehalten. Eine Änderung komme erst in Frage, wenn Zuversicht darüber herrsche, dass die Wirtschaft die Krise gemeistert habe und der Arbeitsmarkt wieder auf dem Weg zur Vollbeschäftigung sei.

Die Coronakrise hat den jahrelang boomenden US-Jobmarkt jäh auf eine Talfahrt Richtung Massenarbeitslosigkeit geschickt. Im März wurden 701.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft abgebaut. Und in der zweiten Monatshälfte beantragten rund zehn Millionen Amerikaner staatliche Arbeitslosenunterstützung.

Alle Teilnehmer der Fed-Sitzung von Mitte März waren sich laut Protokoll einig, dass sich der Konjunkturausblick deutlich eingetrübt habe. Sie erwarteten ein Schrumpfen der Wirtschaft im Frühjahr. Wann es zur Rückkehr zum Wachstum komme, hänge stark davon ab, wie sich die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus bewährten und auch wie die Haushaltspolitik zur Bewältigung der Wirtschaftskrise beitrage.

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    Wegen der heraufziehenden Viruskrise hatte die Fed den Leitzins im März außerhalb der üblichen Sitzungstermine in zwei Schritten Richtung null Prozent geschleust. Zudem legte sie ein breit angelegtes Programm auf, mit dem der Kreditfluss an Haushalte und Firmen abgesichert werden soll. Überdies weitete sie ihre bereits umfangreichen Wertpapierankäufe aus.

    Schwere Rezession in den USA erwartet

    Der Chef des Fed-Bezirks Richmond, Thomas Barkin, erwartet, dass die USA in eine tiefe Rezession stürzen werden. Die Frage, wie lange sie dauern werde, hänge davon ab, wann die Konsumlaune der Verbraucher zurückkehre, erklärte er am Mittwoch in einem Post auf der Webseite der Richmond-Fed.

    Er könne sich derzeit nicht vorstellen, dass das Arbeitsleben wieder in Gang komme, bevor die Infektionszahlen sänken. Daher könne es Mai oder sogar später werden, bis sich die Arbeitswelt wieder normalisiere.

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    • rtr
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