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Fed-Protokolle US-Notenbanker sind weitgehend einig über Pause bei Zinssenkungen

Unter den Mitgliedern der US-Notenbank Fed rechnen 13 von 17 Währungshütern bis mindestens 2021 mit keinen Veränderungen bei den Zinsen.
03.01.2020 - 20:39 Uhr Kommentieren
Die Fed soll Vollbeschäftigung fördern und für stabile Preise sorgen. Quelle: dpa
US-Notenbank

Die Fed soll Vollbeschäftigung fördern und für stabile Preise sorgen.

(Foto: dpa)

Washington Die US-Notenbank Fed signalisiert für 2020 vorerst eine Ruhepause bei den Zinsen. Im Kreis der Währungshüter herrscht laut den am Freitag veröffentlichten Protokollen der jüngsten Sitzung vom Dezember weitgehend Einigkeit, dass das derzeitige Niveau bis auf weiteres gehalten werden kann. Es werde „wahrscheinlich eine Zeitlang angemessen bleiben“, heißt es in den Mitschriften der Sitzung.

Die Währungshüter hielten dabei die Füße still und beließen den Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld in der Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent. Im Jahresverlauf 2019 hatten sie den Leitzins drei Mal gesenkt.

Als einer der Hauptgründe galt die vom US-Zollstreit ausgelöste Unsicherheit. Zuletzt hatte US-Notenbankchef Jerome Powell bereits angedeutet, dass die Fed nun vorerst pausieren wolle. Der Chef des Fed-Bezirks Dallas, Robert Kaplan, sagte dem Sender CNBC, es sei schwer zu sagen, ob es in der Folge eine Zinserhöhung oder -senkung gebe. In ihren im Dezember veröffentlichen Projektionen rechnen 13 von 17 Währungshütern bis mindestens 2021 mit keinen Veränderungen bei den Zinsen.

Die Fed soll Vollbeschäftigung fördern und für stabile Preise sorgen. Die Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt waren zuletzt positiv. Auch für die Ende nächster Woche anstehenden Jobdaten für Dezember wird von Experten erneut ein deutliches Stellenplus erwartet – und zwar von 160.000.

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    US-Währungshüter Kaplan geht davon aus, dass die Wirtschaft auch dieses Jahr solide zulegen wird. Er schätzt ihr Wachstumspotenzial auf zwei bis 2,25 Prozent. Die jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran würden auch den Ölpreis nicht so stark anheizen wie dies bei früherer Gelegenheit der Fall gewesen sei, so Kaplan.

    Am Freitag kam unter Anlegern jedoch Furcht vor einer Unterbrechung des Rohöl-Nachschubs auf, was zum größten Anstieg des Ölpreises seit vier Monaten führte. Auslöser war die Tötung von Kassem Soleimani, einem der wichtigsten iranischen Generäle, durch die USA.

    Mehr: Die Zentralbanken dürften sich in diesem Jahr mit Zinsschritten zurückhalten. Anleiheinvestoren stecken daher in einem Dilemma.

    • rtr
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