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Fed-Protokolle US-Währungshüter bereiten Boden für Debatte über weniger Konjunkturhilfen

Die Fed-Protokolle zeigen: Wenn die Wirtschaft sich weiter rasch erholt, könnten die Notenbanker bald über einen Plan zur Anpassung des Tempos bei den Anleihekäufen sprechen.
19.05.2021 - 21:12 Uhr Kommentieren
Die US-Notenbank unterstützt die von der Coronakrise getroffene Wirtschaft mit monatlichen Geldspritzen von 120 Milliarden Dollar. Quelle: Reuters
Fed-Präsident Jerome Powell

Die US-Notenbank unterstützt die von der Coronakrise getroffene Wirtschaft mit monatlichen Geldspritzen von 120 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)

Washington Angesichts des Aufschwungs nach der Coronakrise zeichnet sich in der US-Notenbank Fed eine Debatte über das Abschmelzen der Konjunkturhilfen ab dem Sommer ab. Eine Reihe von Währungshütern denkt darüber bereits laut nach, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der Zinssitzung vom April hervorgeht.

Wenn die Konjunkturerholung weiter rasche Fortschritte mache, könnte es nach Ansicht der Notenbanker auf einer der nächsten Sitzungen „angemessen“ sein, über einen Plan zur Anpassung des Tempos bei den Anleihekäufen zu sprechen. Doch signalisieren die Währungshüter auch, dass auf die Diskussion keinesfalls zeitnah mit konkreten Schritten zum Abschmelzen der Anleihekäufe zu rechnen ist.

Die US-Notenbank unterstützt die von der Coronakrise getroffene Wirtschaft mit monatlichen Geldspritzen von 120 Milliarden Dollar. Sie will daran so lange festhalten, bis substanzielle Fortschritte bei der Preisstabilität und der Arbeitslosigkeit erreicht sind. Wie aus den Protokollen hervorgeht, sollen die Besserungsschritte bewertet und erst mit längerem zeitlichem Verzug Hilfen tatsächlich zurückgefahren werden, wenn sich die substanziellen Fortschritte auch eingestellt haben.

Zuletzt hatte der Währungshüter Robert Kaplan mit Nachdruck auf eine rasche Debatte über ein Verringerung der Dosis gedrungen. Er sieht die Gefahr von Kursübertreibungen an den Börsen – zumal auch die billionenschweren Pandemie-Hilfen der Regierung die Hausse befördern.

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    Die Zinssitzung im April fand noch vor Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten statt, die im April enttäuschend ausgefallen waren, weil weit weniger Jobs entstanden als erwartet. Zudem setzte ein kräftiger Preisschub ein, der an den Finanzmärkten Befürchtungen aufkommen ließ, dass die Inflationsentwicklung aus dem Ruder laufen könnte.

    Die Notenbank geht davon aus, dass ein Anstieg der Inflation vorübergehend ist. Doch laut Protokollen befürchtet eine Reihe von Währungshütern, dass sich der erhöhte Preisdruck womöglich noch bis ins nächste Jahr hineinziehen wird, da Lieferengpässe und Materialknappheiten womöglich nicht so schnell behoben werden könnten. Damit würden diese Faktoren über die Coronakrise hinaus weiter preistreibend wirken.

    Die nächste Zinssitzung steht Mitte Juni an, bei der auch neue Projektionen zur Wirtschaftsentwicklung und ein aktualisierter Zinsausblick anstehen.

    Mehr: Die Inflation sollte uns Sorgen machen, kommentiert Politikchef Thomas Sigmund.

    • rtr
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