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Fed Wenn höhere Zinsen die Inflation antreiben

Sollte die Fed heute den Leitzins anheben, könnte die Inflation steigen. Wirtschaftlicher Nonsens? Nein, sagen „Neo-Fisherianer“. Sie berufen sich auf eine über 100 Jahre alte Theorie von Irving Fisher.
16.12.2015 - 12:17 Uhr
Normalerweise sinkt dann die Inflation. Doch laut einer Theorie von Irving Fisher könnte genau das Gegenteil passieren. Quelle: dpa
Was passiert, wenn die Fed den Leitzins anhebt?

Normalerweise sinkt dann die Inflation. Doch laut einer Theorie von Irving Fisher könnte genau das Gegenteil passieren.

(Foto: dpa)

Zehn Jahre sind seit der letzten Zinserhöhung in die USA vergangen. Zehn Jahre lang hält nun schon eine Phase beispielloser monetärer Stimulation durch die Notenbank Federal Reserve (Fed) an. Und doch bleibt die Inflation im Keller. Im November stiegen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat lediglich um 0,5 Prozent. Dabei strebt die Fed ein Inflationsziel von zwei Prozent an.

Die anhaltend niedrige Teuerungsrate verwirrt viele Ökonomen so sehr, dass sie sich neuerdings einer über 100 Jahre alten bizarren Wirtschaftstheorie wieder zuwenden. Die besagt, dass ausgerechnet höhere Zinsen die Inflation antreiben könnten.

Das läuft im Grunde allem zuwider, was in den Grundkursen der Wirtschaftswissenschaften gelehrt wird. Dort wird vermittelt, dass höhere Leitzinsen die Konsumentenausgaben senken, anstatt sie zu erhöhen. In der Folge sinke auch die Inflation.

Allerdings hat sich in letzter Zeit gezeigt, dass der Leitzins von nahe null Prozent kaum einen Effekt auf die Teuerungsrate hatte. Hier kommt die nun hervorgekramte historische Theorie ins Spiel. Sie geht wie folgt: Höhere Zinsen lassen die Menschen glauben, dass sich die Konjunktur im Aufschwung befindet. Also geben sie mehr Geld für ihren persönlichen Konsum aus. Schließlich steigt dadurch die Inflation.

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    Zu den neuzeitlichen Verfechtern dieses Gedanken zählt unter anderem John Cochrane, ein Senior Fellow am Hoover-Institut der Stanford Universität. „In Debatten sagen uns die Leute, dass wir verrückt seien“, erklärt Cochrane. Aber nachdem die Fed die Zinsen auf ein Null-Niveau gesenkt hatte, sei weder eine Deflationsspirale noch eine Hyperinflation ausgebrochen. „Das ist bemerkenswert.“

    Schon bald könnte sich die Theorie der Realität stellen. Die Währungshüter der Fed werden aller Voraussicht nach am Mittwoch den Leitzins anheben. Diejenigen, die eine steigende Inflation erwarten – die Fed inbegriffen – erklären, dass steigende Preise sieben Jahre nach der Finanzkrise für ein robustes Wachstum sorgen könnten.

    Im schlimmsten Fall droht eine Kapitalmarktblase
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