Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Finanzmarkt-Turbulenzen Fed nimmt bei Zinserhöhungen den Fuß vom Gas

Die US-Notenbank zeigt sich zunehmend besorgt über globale Risiken für die US-Wirtschaft, fallende Ölpreise und schwaches Wachstum in China. Die weitere Erhöhung der Zinssätze soll deshalb langsamer ablaufen.
17.02.2016 Update: 17.02.2016 - 23:36 Uhr
Die Fed-Chefin blickt besorgt auf die Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten. Quelle: dpa
Janet Yellen

Die Fed-Chefin blickt besorgt auf die Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten.

(Foto: dpa)

Washington Angesichts der Konjunkturabkühlung in China und Turbulenzen an den Finanzmärkten will die US-Notenbank Fed bei Zinserhöhungen langsamer vorgehen. Eine Reihe von Führungsmitgliedern äußerte auf der jüngsten geldpolitischen Sitzung Ende Januar die Sorge, dass die heimische Wirtschaft durch Störfeuer von außen in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen weiter hervorgeht, sprachen die Währungshüter darüber, ihre Ende 2015 geäußerte Ansicht über die angemessene Straffung der Geldpolitik zu überdenken. Dies gilt als Hinweis, dass sie von den damals signalisierten vier Zinsschritten für 2016 abrücken dürften.

Experten erwarten, dass die Notenbank angesichts des widrigen globalen Umfelds zunächst auf weitere Erhöhungen verzichtet. Die Fed hatte im Dezember erstmals seit rund zehn Jahren die Leitzinsen wieder angehoben - auf 0,25 bis 0,5 Prozent. Wie aus den Protokollen der Januar-Sitzung hervorgeht, hat die Fed die Entwicklung am Ölmarkt genau im Auge. Der rasante Preisverfall dieses weltweit benötigten Rohstoffes hatte sie zu Jahresbeginn mit zur Vorsicht bewogen.

Rally am US-Markt geht weiter

Auch die Verschärfung der Finanzierungsbedingungen rund um den Globus ist für die Währungshüter ein Grund zur Sorge. Sollte der Trend anhalten, könne dies ebenfalls die US-Wirtschaft beeinträchtigen. Fed-Führungsmitglied William Dudley hatte jüngst gesagt, auch in den USA hätten sich die Finanzierungskonditionen seit der Zinswende beträchtlich verschärft.

In einer Umfrage der Fed hatten US-Banken zuletzt signalisiert, dass sie bei Geschäfts- und Immobilienkrediten 2016 voraussichtlich die Anforderungen etwas straffen werden. Fed-Chefin Janet Yellen hatte vor einem Kongress-Ausschuss erklärt, die Notenbank wolle aber grundsätzlich an ihrem Kurs moderater Zinserhöhungen festhalten.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    An den US-Börsen gab es am Abend keine Reaktion auf die Protokolle. Der Dow Jones-Index lag wie schon zuvor rund eineinhalb Prozent im Plus, die Nasdaq stieg um rund zwei Prozent.

    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Finanzmarkt-Turbulenzen - Fed nimmt bei Zinserhöhungen den Fuß vom Gas
    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%