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Finanzstabilitätsbericht Bundesbank warnt vor Immobilien-Preisspirale

Bislang sind die Immobilienpreise vor allem in den großen Metropolen gestiegen. Nun jedoch nimmt der Preisanstieg auch in der Fläche zu, warnt die Bundesbank. Bei der Bewertung der Risiken gibt es vor allem ein Problem.
29.11.2017 - 13:34 Uhr 3 Kommentare
Nicht nur in den Metropolen steigen die Wohnungspreise immer weiter. Quelle: dpa
Häuserfassaden in München

Nicht nur in den Metropolen steigen die Wohnungspreise immer weiter.

(Foto: dpa)

Frankfurt Wer in Frankfurt, München oder Stuttgart eine Wohnung hat, kennt das Problem schon lange. Die Preise steigen und steigen - und das nicht nur in hippen Vierteln im Zentrum der Städte, sondern auch in weniger angesagten Stadtteilen. Inzwischen betrifft das Problem nicht nur die großen Metropolen.

„Der Preisanstieg nimmt auch in der Fläche zu“, sagte Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch bei der Präsentation des Finanzstabilitätsberichts der Notenbank. Im Schnitt stiegen die Preise für Wohnimmobilien nach Daten der deutschen Notenbank zuletzt um 6,1 Prozent. Das nährt die Angst vor einer Blase. Erfahrungen in anderen Ländern zeigten: Falls eine von starkem Schuldenaufbau privater Haushalte begleitete Immobilienblase platze, könne dies erhebliche wirtschaftliche und soziale Kosten nach sich ziehen. Noch allerdings sieht die Bundesbank keine akute Gefahr für die Finanzstabilität.

Bislang sind vor allem die Wohnungspreise in den Metropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart besonders stark gestiegen. Modellrechnungen der Bundesbank kämen hier zu Übertreibungen von durchschnittlich bis zu 30 Prozent für 2016. Im Jahr zuvor lag der Wert noch bei bis zu 20 Prozent. In einigen Orten - allen voran München - liegt der Anstieg in besonders gefragten Lagen deutlich darüber. Inzwischen jedoch steigen die Preise auf breiter Front, also nicht nur in den Metropolen.

Ein Problem bei der Bewertung der vom Immobilienmarkt ausgehenden Risiken sieht Buch darin, dass es zu wenig Daten über die Vergabestandards von Wohnungskrediten gebe. „Wir haben keine ausreichenden offiziellen Statistiken“, sagte sie.

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    Vor der Euro-Krise hatten sich vor allem in Spanien und Irland Blasen am Immobilienmarkt gebildet. Allerdings gibt es in Deutschland einige Unterschiede. Zum einen finanzieren Immobilienbesitzer ihre Objekte weniger auf Kredit. Aktuell stieg die Kreditvergabe für Wohneigentum in Deutschland um 3,9 Prozent. Der Wert liegt damit unter dem langfristigen Durchschnitt seit Anfang der 1980er-Jahre von 4,8 Prozent.

    Zudem gibt es in den deutschen Großstädten derzeit tatsächlich eine starke Nachfrage nach Wohnungen. Nach Angaben des Bundesamtes für Bau standen in einigen Großstädten 2015 nicht mehr als ein Prozent der Wohnungen leer. Buch verwies außerdem darauf, dass sich ein Großteil des Preisanstiegs durch Fundamentalfaktoren wie die gute wirtschaftliche Lage oder eine erhöhte Nachfrage erklären lasse.

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    3 Kommentare zu "Finanzstabilitätsbericht: Bundesbank warnt vor Immobilien-Preisspirale"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Als Marktteilnehmer würde ich schon lange von einer Immobilienblase sprechen, so wie es diverse Fachleute wie Bundesbanker, Banker und Finanzminister es taten, auch wenn gerne Verniedlichungen wie "moderat" oder "partiell" in dem Kontext benutzt wurden. Sobald die Zinsen sich bewegen, wird es bei den Prolongationen der Darlehen bei diversen Kreditnehmern mächtig knierschen.

      Dass Mieter die "Zeche" zahlen stimmt per se erst mal nicht.

    • Aktien hoch besteuern - Immobilien nicht - nach 10 Jahren steuerfrei - das bedeutet, dass alle in Immobilien spekulieren, zumal auch die Zinsen niedrig sind. Der Mieter zahlt die Zeche! ARMES DEUTSCHLAND

    • Wir brauchen nur ein bisschen Industrie 4.0 und wenn die Arbeitslosigkeit steigt dann ist mit der Immoblase auch vorbei.

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