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Finanzstabilitätsrat Fed-Vize soll Schlüsselposten übernehmen

Der Finanzstabilitätsrat FSB überwacht im Auftrag der G20-Staaten die Risiken für das weltweite Finanzsystem. An der Spitze des FSB soll es einen Personalwechsel geben.
20.11.2018 Update: 20.11.2018 - 17:20 Uhr Kommentieren
Fed-Vizechef Randal Quarles soll Finanzstabilitätsrat leiten Quelle: Reuters
Randal Quarles

Der Nachfolger von Randal Quarles soll der niederländische Zentralbankpräsident Klaas Knot werden.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Stühlerücken im Finanzstabilitätsrat (FSB). Der Vizechef der US-Notenbank (Fed), Randal Quarles, soll neuer Chef des FSB werden. Das Nominierungskomitee will außerdem empfehlen, dass ihm nach Ablauf der dreijährigen Amtszeit der niederländische Notenbankchef Klaas Knot im Amt folgt, der zunächst sein Stellvertreter werden soll.

Vorgesehen ist außerdem, dass Quarles danach wiederum Knots Stellvertreter wird. Die endgültige Entscheidung hierzu soll in der kommenden Woche im Vorfeld des G20-Gipfels der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in Argentinien fallen, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person dem Handelsblatt.

Der FSB überwacht im Auftrag der G20-Staaten die Risiken für das weltweite Finanzsystem. Das Gremium hat seinen Sitz bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel. Der FSB bewertet die Banken nicht allein nach ihrer Größe, sondern auch nach dem Risiko, das in ihren Geschäften steckt, und daran, wie vernetzt sie im weltweiten Finanzsystem sind. Nach der Finanzkrise hat der FSB eine wichtige Rolle dabei gespielt, neue Regeln für das Finanzsystem zu entwickeln.

Knot und Quarles waren in den vergangenen Monaten beide als Kandidaten für den FSB-Chefposten gehandelt worden. In Europa gibt es in Notenbankkreisen die Befürchtung, dass die US-Regierung unter Präsident Donald Trump die Regulierung des Finanzsektors stärker lockern könnte.

Trump hatte Quarles als Fed-Vize ernannt, und gerade in der Bankenaufsicht hat die Regierung mehr Mitspracherechte als in der klassischen Geldpolitik. Obwohl der 61-Jährige sich als Bankenaufseher einen guten Ruf erworben hat, fürchten einige, dass er innerhalb des FSB auf eine stärkere Deregulierung des Finanzsektors drängen könnte.

Andererseits haben die Europäer aber auch ein großes Interesse daran, dass die Amerikaner weiter mit internationalen Gremien wie dem FSB zusammenarbeiten. Viele glauben, dass den Amerikanern das leichter fällt, wenn ein Landsmann an der Spitze des FSB steht. „Es ging bei der Entscheidung letztlich darum, dass die Amerikaner weiter im Boot bleiben,“ sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person.

Klaas Knot führt seit 2011 die niederländische Notenbank. Der 51-Jährige befürwortet die stärkere Regulierung der Banken nach der Finanzkrise. Im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) gilt er – ähnlich wie Bundesbank-Präsident Jens Weidmann – als Verfechter einer strafferen Geldpolitik. Knot werden auch Außenseiterchancen als möglicher Nachfolger von EZB-Präsident Mario Draghi im November 2019 eingeräumt.

Derzeitiger Chef des FSB ist der britische Notenbankchef Mark Carney, dessen Amtszeit im Dezember ausläuft. Er hatte die Position 2011 vom aktuellen Präsidenten der EZB, Mario Draghi, übernommen.

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