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Geldflut der EZB Kredite an Unternehmen sprudeln weiter

Banken vergeben wieder mehr Darlehen an Firmen im Euroraum. Damit kommt die Geldflut der Europäischen Zentralbank langsam bei den Unternehmen an. Auch an Privathaushalte wurden mehr Darlehen ausgegeben, zeigen die Daten.
28.06.2017 - 11:20 Uhr Kommentieren
Der Präsident der Europäischen Zentralbank erklärte, dass alle Zeichen auf eine Festigung und Verbreiterung der Erholung in der Euro-Zone hindeuten würden. Quelle: dpa
Mario Draghi

Der Präsident der Europäischen Zentralbank erklärte, dass alle Zeichen auf eine Festigung und Verbreiterung der Erholung in der Euro-Zone hindeuten würden.

(Foto: dpa)

Berlin/Frankfurt Die Geldflut der Europäischen Zentralbank (EZB) findet zunehmend ihren Weg zu den Unternehmen im Währungsraum. Im Mai vergaben Banken an Firmen außerhalb des Finanzsektors 2,4 Prozent mehr Darlehen als noch vor Jahresfrist, wie die Euro-Wächter am Mittwoch in Frankfurt mitteilten. Im April war der Zuwachs genauso hoch. An Privathaushalte reichten die Institute im Mai 2,6 Prozent mehr Darlehen aus als ein Jahr zuvor, vor allem dank zunehmender Hypothekenkredite. Das ist der stärkste Zuwachs seit März 2009.

Die EZB hält ihre Leitzinsen momentan auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent, um für günstige Finanzierungsbedingungen zu sorgen. Zudem will sie mit dem billionenschweren Kauf von Staatsanleihen solche Investments für Geldhäuser unattraktiv machen. Sie sollen stattdessen mehr Kredite verleihen. Aktuell werden Wertpapiere im monatlichen Volumen von 60 Milliarden Euro erworben. Zuletzt hatte die EZB einen Mini-Schritt in Richtung Kurswende gewagt, in dem sie aus ihrem geldpolitischen Ausblick die Standardformulierung strich, dass die Zinsen auch noch tiefer gesenkt werden könnten.

EZB-Chef Mario Draghi sagte jüngst, alle Zeichen deuteten auf eine Festigung und Verbreiterung der Erholung in der Euro-Zone hin. Zudem seien Faktoren, die die Inflation drückten, vor allem temporär. Das deuteten manche Experten als Indiz, dass die EZB bereit ist, ihre geldpolitischen Konjunkturhilfen früher zu reduzieren als erwartet.

Die für den Währungsraum wichtige Geldmenge M3 stieg im Mai um 5,0 Prozent - so wie es Volkswirte erwartet hatten. Zur Geldmenge M3 zählen unter anderem Bargeld, Einlagen auf Girokonten, kurzfristige Geldmarktpapiere, sowie Schuldverschreibungen mit bis zu zwei Jahren Laufzeit.

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