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Geldpolitik Anleihekäufe treiben den Gewinn der EZB

Die EZB hat im vergangenen Jahr dank höherer Zinserträge deutlich mehr Gewinn gemacht. Davon profitiert auch Bundesfinanzminister Scholz.
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Der Überschuss der Europäischen Zentralbank ist im Jahr 2018 um 300 Millionen Euro angestiegen. Quelle: dpa
EZB

Der Überschuss der Europäischen Zentralbank ist im Jahr 2018 um 300 Millionen Euro angestiegen.

(Foto: dpa)

FrankfurtAnders als eine Geschäftsbank verfolgt die Europäische Zentralbank (EZB) nicht das Ziel, mit ihrer Arbeit Gewinne zu erwirtschaften. Ihre Aufgabe ist anders: Sie soll für stabile Preise im Euroraum sorgen. Dennoch ist es auch für die Notenbank ein angenehmer Nebeneffekt, dabei schwarze Zahlen zu schreiben, was der EZB auch 2018 gelungen ist.

Im vergangenen Jahr ist der Überschuss der Bank auf knapp 1,6 Milliarden Euro gestiegen – das waren rund 300 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Zu verdanken hat sie das vor allem höheren Zinserträgen aus ihren Anleihebeständen. Vor allem seit Anfang 2015 hat die EZB in großem Umfang Staatsanleihen der Euro-Länder gekauft, um die Inflation im Euroraum anzuschieben.

Die Zinserlöse aus diesen Wertpapieren stiegen um 245 auf 820 Millionen Euro. Auch davor hat die EZB schon Wertpapiere einzelner Staaten gekauft, mit denen sie bis heute Zinserlöse erzielt. Sie machen damit den größten Teil des Überschusses aus.

Ihren Gewinn schüttet die EZB vollständig an die nationalen Notenbanken aus. 26 Prozent davon fließen der Bundesbank zu – davon profitiert letztendlich auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz, denn die Bundesbank führt ihren Gewinn in den Bundeshaushalt ab. Wie hoch der Bundesbank-Gewinn in diesem Jahr ausfällt, wird die Notenbank in der kommenden Woche verkünden.

Auch in den nächsten Jahren wird die EZB voraussichtlich hohe Gewinne mit ihrem Anleihebestand machen, auch wenn sie die Anleihezukäufe zum Jahresbeginn beendet hat. Da die Notenbank auch weiterhin auslaufende Papiere aus ihrem Bestand ersetzt, bleibt der Anleihebestand auf dem bisherigen Niveau erhalten. Die wichtigsten Ausgaben der EZB betreffen Personalkosten und die Kosten für den Betrieb der Bürogebäude. Für die Kosten der Bankenaufsicht kommen die Geschäftsbanken auf.

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  • rtr
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