Geldpolitik Bankenverband fordert von EZB Verzicht auf Lockerungsschritte
Bereits jetzt sei die Ausrichtung der Geldpolitik im Euro-Raum noch lockerer als in Japan, obgleich die Geldpolitik des asiatischen Landes oft als besonders expansiv angesehen werde.
Frankfurt Deutschlands Volks- und Raiffeisenbanken haben die EZB aufgefordert, auf der Zinssitzung im September keine neuen geldpolitischen Lockerungen zu beschließen. Weitere Schritte der EZB brächten der Konjunktur immer weniger neue Impulse, verstärkten aber die „schädlichen Nebenwirkungen“, erklärte das Vorstandsmitglied des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Andreas Martin, am Mittwoch. Bereits jetzt sei die Ausrichtung der Geldpolitik im Euro-Raum noch lockerer als in Japan, obgleich die Geldpolitik des asiatischen Landes oft als besonders expansiv angesehen werde.
Die Euro-Wächter hatten im Juli wegen der wachsenden Sorgen um die Konjunktur bereits wichtige Weichen für erneute expansive Schritte gestellt. Sie verständigten sich darauf, eine Vielzahl von geldpolitischen Maßnahmen auszuloten, darunter Zinssenkungen und erneute Anleihenkäufe. Die EZB hält ihre Leitzinsen seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Der Einlagensatz liegt gar bei minus 0,4 Prozent. Banken müssen also Strafzinsen zahlen, wenn sie überschüssige Gelder bei der Notenbank lagern.
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