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Geldpolitik Bundesbank-Vorstände sind skeptisch gegenüber Staffelzinsen

Mit einem gestaffelten Zinssatz könnten Banken von Strafzinsen entlastet werden. Bundesbank-Vorstände bezweifeln die positiven Effekte für Geldhäuser.
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Auch der Präsident der Bundesbank zweifelt an den positiven Effekten eines Staffelzinses. Quelle: Reuters
Jens Weidmann

Auch der Präsident der Bundesbank zweifelt an den positiven Effekten eines Staffelzinses.

(Foto: Reuters)

Berlin Bundesbank-Vorstand Sabine Mauderer sieht eine mögliche Einführung von Staffelzinsen zur Entlastung der Banken im Euro-Raum skeptisch. „Das wäre das falsche Signal an die Märkte“, sagte sie am Freitag am Rande einer Veranstaltung der Deutschen Bank in Berlin.

„Ich denke nicht, dass den deutschen Banken damit geholfen wäre.“ Im „Handelsblatt“ hatte sie jüngst gemahnt, man sollte auf jeden Fall vermeiden, dass Staffelzinsen als „Türöffner für weitere Zinssenkungen“ verstanden würden. Mauderer ist im Bundesbank-Vorstand für Personal und Märkte zuständig.

Auch Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sieht Staffelzinsen eher negativ. Die positiven Effekte wären für die Institute aus seiner Sicht vermutlich geringer als die zusätzlichen Belastungen, zu der die Debatte bereits geführt habe. Denn im Zuge der Diskussion werde inzwischen erst später mit einer Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) gerechnet. Es wird erwartet, dass der EZB-Rat im Juni über das Thema Staffelzins beraten wird. Insidern zufolge überwogen bei den Währungshütern aber zuletzt die Vorbehalte.

Finanzinstitute müssen Strafzinsen zahlen, wenn sie über Nacht überschüssiges Geld bei der EZB horten. Seit März 2016 liegt der Einlagensatz bei minus 0,4 Prozent. Eine Staffelung des Einlagesatzes könnte in ihrer simpelsten Form ein Freibetrag sein, den die Banken bei der EZB parken ohne darauf Strafzinsen berappen zu müssen. In Deutschland beklagen Institute, dass das Niedrigzinsniveau an ihren Gewinnen zehrt, und fordern ein Ende der Negativzinsen.

Mehr: Hier lesen Sie das gesamte Interview mit Sabine Mauderer im Handelsblatt.

Finance Briefing
  • rtr
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