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Geldpolitik Chefvolkswirt der Bank von England sieht Zinssenkungen skeptisch

Der Chefvolkswirt der Bank von England hält nicht viel von Zinssenkungen. Er würde es bevorzugen, an den Zinsen nicht zu rütteln.
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Er wäre „sehr zurückhaltend“ bezüglich einer Lockerung der Geldpolitik ohne einen deutlichen Abschwung, sagte Andy Haldane am Dienstag auf einer Veranstaltung im nordenglischen Scunthorpe. Quelle: Reuters
Andy Haldane

Er wäre „sehr zurückhaltend“ bezüglich einer Lockerung der Geldpolitik ohne einen deutlichen Abschwung, sagte Andy Haldane am Dienstag auf einer Veranstaltung im nordenglischen Scunthorpe.

(Foto: Reuters)

Scunthorpe Der Chefvolkswirt der Bank von England hält derzeit nicht viel von Zinssenkungen. Er wäre „sehr zurückhaltend“ bezüglich einer Lockerung der Geldpolitik ohne einen deutlichen Abschwung, sagte Andy Haldane am Dienstag auf einer Veranstaltung im nordenglischen Scunthorpe. Angesichts der mit dem Brexit zusammenhängenden Unsicherheiten würde er es bevorzugen, an den Zinsen nicht zu rütteln. Die Wirtschaft befindet sich aus seiner Sicht womöglich auf einem Scheideweg. „Es spricht viel dafür, die Zinsen zu halten bis der Weg klarer wird.“

Die jüngsten Konjunkturdaten würden die mit dem Brexit zusammenhängende Volatilität widerspiegeln, sagte Haldane. Die Stimmung der Verbraucher und der Arbeitsmarkt zeigten sich aber stark. Großbritannien befinde sich in einer anderen Lage als die USA oder die Euro-Zone. Volkswirte gehen inzwischen fest von einer Zinssenkung der US-Notenbank Fed Ende Juli aus. Auch im Euro-Raum stehen die Zeichen auf weitere Lockerungsschritte. Manche Experten rechnen damit sogar schon auf der Zinssitzung am Donnerstag.

Haldane bekräftigte zudem die Position der britischen Notenbank, dass ein EU-Austritt ohne Ausstiegsvertrag nicht automatisch eine Zinssenkung zur Folge haben werde. Sollte ein harter Brexit einen Kursrutsch des Pfunds auslösen und einen starken Anstieg der Inflationserwartungen, sei dies anders als es die Börsen erwarteten keine ausgemachte Sache, sagte er. Der Brexit-Hardliner Boris Johnson ist neuer Chef der Konservativen Partei und wird somit am Mittwoch neuer Premierminister. Er bekräftigte, das Land werde notfalls auch ohne Austrittsvertrag am 31. Oktober aus der EU ausscheiden.

Mehr: Die Teuerungsrate in Großbritannien lag im Juni bei zwei Prozent. Die Bank of England sieht diesen Wert als ideal für die Wirtschaft an.

Finance Briefing
  • rtr
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